Businessplan
Existenzgründer brauchen heute Businesspläne – nicht ausschließlich, aber auch, um Risikokapitalgeber, Investoren, potentielle Teilhaber oder Kredit gebenden Banken zu überzeugen. Selbst wer den Gründungszuschuss beantragen möchte, muss nicht nur Unterlagen einreichen, die keinen Zweifel daran lassen, dass die hauptberufliche selbständige Tätigkeit erfolgreich ausgeübt werden soll – er muss auch die IHK oder eine andere fachkundige Stelle davon überzeugen, dass das Konzept finanziell wie wirtschaftlich tragfähig ist und dass die persönlichen wie fachlichen Voraussetzungen gegeben sind.
Der Businessplan muss nicht nur ganz bestimmte inhaltliche, sondern auch formale Voraussetzungen erfüllen. Der Businessplan ist sozusagen die erste Visitenkarte, die ein Existenzgründer denjenigen überreicht, die über sein zukünftiges Schicksal zumindest mit entscheiden sollen. Deshalb muss ein Businessplan formal ansprechend gestaltet sein und in einer einfachen, verständlichen Ausdrucksweise abgefasst sein – allerdings nicht in Umgangssprache. Achten Sie auch darauf, dass keine Rechtschreib- oder Tippfehler vorhanden sind.
Der Businessplan sollte maximal 35 Seiten umfassen. Nur sehr komplexeVorhaben benötigen mehr Raum. Nach dem Deckblatt folgen eine Gliederung und eine maximale zwei Seiten lange Zusammenfassung der wesentlichen Punkte. Es soll sich wirklich nur um eine Zusammenfassung handeln und nicht um einen besonderen Text, der das gesamte Vorhaben noch einmal von einer völlig neuen Seite beleuchtet.
Im Text selbst sollten Sie auf allgemeine Ausführungen ebenso verzichten wie auf Fachbegriffe, die nichts anderes sind als semantische Spielereien. Den Leser eines Businessplans interessiert besonders der Nutzen, den Ihre Produkte oder Dienstleistungen für Kunden bieten. Ihre fachliche Qualifikation zeigen Sie unter anderem dadurch, dass Sie Kosten und Preise sauber kalkulieren und sich durch detaillierte Markt- und Konkurrenzkenntnis auszeichnen.
Man erwartet von Ihnen, dass Sie wissen, wie Sie Erfolg erreichen und Misserfolg vermeiden. Es ist gut, wenn die Fakten, die Sie aufführen, nicht nur Behauptungen sind, sondern sich auch anhand von Quellen belegen lassen.