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Standortoptimierung - Veränderung der Supply Chain

Autor: beckinfo | Erstellt am: 19.02.2011 | Gelesen: 522
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die Standortwahl der wertschöpfenden Aktivitäten des Unternehmens ist ein maßgebender Faktor für dessen Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg

Standortoptimierung
Standortoptimierung
Es hat sich gezeigt, dass weitreichend Produkt- und Marktkenntnisse eine wesentliche Voraussetzung für die Übernahme der "in-house"-Qualitätskontrolle durch den Zulieferer bieten. Dank einer zumindest rudimentären Produktentwicklungskompetenz ist dieser in der Lage, die Qualitätsanforderungen von Endkunden zu erkennen und in entsprechende Produkte umzusetzen.

Nebst der kostengünstigen Herstellung von Komponenten und gegebenenfalls auch von Endprodukten nach vereinbarten Qualitätsnormen ist der neue Zulieferer zunehmend in der Lage, einen Beitrag zur Produktentwicklung zu leisten.  Fundierte Produkt- und Marktkenntnisse bieten Zulieferern an neuen Produktionsstandorten aber auch die Option, ihr Leistungsspektrum durch die Integration vor- und nachgelagerter Aktivitäten - wie etwa das Design und die Montage von Endprodukten - zu erweitern. Gelingt es ihnen zudem, einen internationalen Vertrieb aufzubauen und effizient zu führen, so sind neue Produktions- und Vertriebssysteme bzw. „neue" Supply Chains entstanden, die unter Umständen in direktem Konkurrenzverhältnis zum ehemaligen Auftraggeber stehen. Vgl. hierzu u.a. Becker, Jörg: Management-Cockpit der Wissensbilanz, ISBN 9783837046540.

Die Wettbewerbsvorteile liegen nicht im Produkt- und Marketing-Know-how. Neben standortbedingten Produktionskostenvorteilen sind sie auf eine kostengünstigere unternehmensinterne Koordination zurückzuführen, bedingt durch die an neuen Produktionsstandorten zunehmende Verfügbarkeit von Führungskräften mit internationalen Marktkenntnissen und Erfahrungen. Das Entstehen neuer Supply Chains reduziert die Rentabilität der exportorientierter Direktinvestitionen von Unternehmen an neuen Produktionsstandorten. Das hat je nach Standort und Branche eine abnehmende Investitionstätigkeit bzw. den Rückzug dieser Unternehmen zur Folge. Der zunehmende Anspruch durch Unternehmen an neuen Produktionsstandorten auf die Führung des Supply Chain, gefolgt von der Erweiterung bzw. Diversifikation ihres Produktangebotes, resultiert in einer wachsenden Nachfrage nach (handelbarem) Produkt- und Prozess-Know-how.

Ist die Optik heute stark auf globale Produktionskostenunterschiede per se fokussiert, so verlagert sich die Arena des Wettbewerbs zusehends auf die effiziente Führung globaler Supply Chains. Eine besondere Herausforderung ist in dieser Hinsicht das Entstehen von Supply Chains unter der Führung von Unternehmen an neuen Produktionsstandorten. Durch zunehmende Produkt-, Markt- und Managementkenntnisse verfügen diese Unternehmen über eine stärkere Verhandlungsposition und gegebenenfalls auch die Möglichkeit, standortbedingte Kostenvorteile exklusiv für sich in Anspruch zu nehmen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, werden Aufgabenbereiche des Supply Chain Management an Bedeutung gewinnen: insbesondere die kontinuierliche Überprüfung des globalen Supply Chain, nicht nur in  bezug auf standortspezifische Produktionsbedingungen, sondern vermehrt auch auf das Kompetenzprofil der Partnerunternehmen und die Optionen ihrer strategischen Ausrichtung. Vgl. , Becker, J.: Strategie-Check, ISBN 9783837073058, Vgl. Becker, Jörg: Change Management und Wissensbilanz ISBN 9783837094190.

Jörg Becker
www.beckinfo.de

 
 
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