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St. Bonifatius Kirche - Großwelzheim

Autor: BauWerke | Erstellt am: 20.05.2010 | Gelesen: 967
Kategorie: Bau - Planung & Architektur | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Brandschadensanierung an der Fassade aus roten Sandstein

In der Nacht vom 17.03.2010 entzündeten unbekannte Täter eine an der Großwelzheimer St. Bonifatius Kirche abgestellte Baustellentoilette. Diese brannte vollständig ab, die Sandsteinfassade wurde durch den aufsteigenden Brandrauch stark verunreinigt.

Der teilweise stark anhaftende Russ konnte durch Firma Sven Dröhne – BauWerke ohne Beeinträchtigung des Untergrundes mittels Feinsandstrahlen entfernt werden.

Neben dem roten Sandstein der Fassade, galt dem Fugennetz ein besonderes Augenmerk, da dieses zu großen Teilen erhebliche Schädigungen und eine geringe Festigkeit aufwies. Es galt eine Oberflächenreinigung zu erzielen ohne das Fugennetz zusätzlich auszuräumen. Darüber hinaus wurden Algen und Flechten entfernt, die den Sandstein großflächig besiedelten.

Hintergrundinformationen St. Bonifatiuskirche / Großwelzheim:
Am 02.05.1926 wurde der Grundstein gelegt und ein Jahr später am 22.05.1927 wurde sie von Bischof Matthias Ehrenfried – Würzburg – geweiht. Eigentlich sollte der erste Blick auf die Kirche von der Mainseite her geschehen, denn hier ragt der 23 m hohe Kirchturm aus rotem Sandstein wuchtig, ohne das Gegengewicht eines Turmhelmes, über die Dächer des Dorfes. Sein Schöpfer, der Kirchenbaumeister Dominikus Böhm aus Köln, wollte hier einen Kirchturm schaffen, „wie er am ganzen Mainlauf nicht mehr zu finden ist." Die Gestalt der Kirche ist von der Gedankenwelt ihres Architekten, eines der bedeutendsten Kirchenbaumeister der Moderne, nicht zu trennen. Bei seinen frühen Kirchenbauten, zu denen Dettingen und Großwelzheim gehören, war für Böhm die Leitidee das so genannte „christozentrische Bauen", nach der Gedankenwelt des Großstadtseelsorgers Johannes van Acken. Diese Idee orientiert sich an einer neu verstandenen Liturgie. Sie versteht den Kirchenbau als ein auf den Altar ausgerichtetes Gesamtkunstwerk. Er sollte der Hauptort des Baues sein. Die gesamte räumliche Wirkung des längsgerichteten Baues ist auf ihn gerichtet. Böhm erweitert den bestehenden 8 m breiten und 18 m langen Kapellenbau um einen quadratischen Mittelbau und einen erhöhten 12 x 6 m großen Chor. Vom Kapellenraum über das Mittelquadrat bis zum Chorraum steigert er die Lichtwirkung auch durch zunehmende Größe und Brüstungshöhe der Fenster. Dazwischen liegen die dunkleren, sich verjüngenden Zonen der direkt vom Boden aufsteigenden spitzbögigen Überwölbungen. (Quelle: www.karlstein.de/kunst/pfarrkirchen/)

Gegenwärtig erfolgt die Innenraumsanierung der St. Bonifatius Kirche (Bauherr: Kirchenverwaltung Großwelzheim) nach der in den 70er-Jahren verloren gegangenen Architekturvorstellung.

Autor: Sven Dröhne
 
 
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