Federer oder Nadal - wer gewinnt in Wimbledon?
Für alle Tennisfreunde ist es unbestritten der Höhepunkt der Saison, zählt doch das Grand Slam Turnier im All England Lawn Tennis and Croquet Club in
Wimbledon zu dem traditionsreichsten und prestigeträchtigsten Tennisturnier der Welt. Am 22. Juni wird der erste Ball aufgeschlagen, wie immer vom Titelverteidiger und der heißt Rafael Nadal und ist die aktuelle Nummer eins der ATP Weltrangliste. Nimmt man die Wettquoten der meist gut informierten
Sportwetten Anbieter als Maßstab wird es für den Spanier aber diesmal schwierig, seinen Sieg vom Vorjahr zu wiederholen. Wohl auch deswegen, weil Nadal nach seiner Knieverletzung und der darauf folgenden Trainingspause eventuell nicht in Topform antreten kann.
Der große Favorit auf den Turniersieg heißt wieder einmal Roger Federer. Nicht wirklich überraschend, hat doch der Schweizer von 2003 bis 2007 fünfmal hintereinander in Wimbledon gewonnen und damit den Rekord von sechs Siegen in Folge von William Renshaw (in den 1880er Jahren!) nur knapp verpaßt - und das ausgerechnet im Finale eben gegen Rafael Nadal, wofür sich Federer nun sicher gerne revanchieren möchte . Außerdem hat der Schweizer erst kürzlich auch in Paris die French Open - den letzten ihm noch fehlenden Grand Slam Titel - gewonnen und damit einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere erreicht. In der Tennisgeschichte konnten erst sechs Spieler in ihrer Laufbahn alle vier möglichen Grand Slam Titel gewinnen.
Wer kommt noch für den Turniersieg in Frage? Sicherlich
Andrew Murray, die derzeitige Nummer drei der ATP Weltrangliste. Der Brite befindet sich in ausgezeichneter Form und konnte heuer bereits vier ATP World Tour Turniere gewinnen. In 40 von bisher 46 Spielen im Jahr 2009 konnte Murray als Sieger den Platz verlassen und gewann dabei von 11 Spielen gegen Top Ten Konkurrenten der Rangliste insgesamt 8 mal. Über 2 Millionen Dollar Preisgeld 2009 sind hier sicher ein schöner Nebeneffekt der tollen Form des Briten. Im Vorjahr endetet das Abenteuer Wimbledon für Murray im Viertelfinale, wo er gegen den späteren Sieger Nadal chancenlos war und in 3 Sätzen verlor.
Gute Außenseiterchancen sehen die Wettbüros auch für Novak Djokovic. Der Serbe hat heuer immerhin bereits zwei Turniere gewinnen können, und zwar in Dubai und sein Heimturnier in Belgrad. Macht zusammen auch knapp 1,9 Millionen Dollar Preisgeld und Platz vier im Ranking. 2008 mußte sich Djokovic allerdings schon in Runde zwei aus Wimbledon verabschieden - Marat Safin war eine Nummer zu groß für den Serben.
Tennisfreunde können sich jedenfalls auf ein spannendes Turnier freuen in dem es neben Spitzentennis wohl auch wieder die ebenfalls traditionellen Regenpausen sowie Erdbeeren mit Sahne geben wird...
Peter Trenkwalder