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Spirituelle Literatur vom Karlsruher Autor Rainer Sauer

Autor: revhoros | Erstellt am: 27.05.2010 | Gelesen: 1119
Kategorie: Astrologie & Esoterik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - "Deus Homo" Spiritueller Ratgeber und Lesebuch

Autor Rainer Sauer
Autor Rainer Sauer

Himmel – Erlösung

Auf diese zwei Begriffe möchte ich gerne näher eingehen, weil beiden gewisse Gemeinsamkeiten zu eigen sind. Eine der Gemeinsamkeiten ist zum einen der Umstand, daß wir den Himmel sowie die Erlösung gewöhnlich nur als ein fernes, fiktives Zukünftiges sehen, was wir nicht mit uns selbst und mit unserem realen Erleben im Hier und Jetzt in Verbindung bringen können. Und zum anderen die Tatsache, daß wir beides zumeist als materiell ursprünglich und getrennt von uns als Wesenseinheiten einstufen und nicht in Bezug zu unserem eigenen Bewußtsein setzen wollen, um uns nicht selbst als verantwortlich und deshalb auch als schöpfende Gestaltgeber der beiden Ur-Zustände anzuerkennen. Mit anderen Worten, wir verleugnen bei beiden ihre Herkunft und verschließen somit den für uns eigentlich immer offenen und nahen Zugang zu ihnen, indem wir uns nicht eingestehen, daß dies reale Elemente, also konkrete Bestandteile unserer derzeitigen Existenz, unseres Lebens sind. Weder bei der sogenannten Erlösung handelt es sich um ein Ereignis, das irgendwann „vielleicht" in ferner Zukunft eintrifft, und dies natürlich nur stattfindet, wenn wir Glück haben, oder anders formuliert, wenn das Schicksal es gut mit uns meint. Erlösung wird sich nicht irgendwann in der Zukunft so Gott will ereignen, also wie von fremder Autorität bestimmt und gesteuert, und dies unabhängig von uns selbst, fremdgesteuert und von äußeren Umständen abhängig. Bei dem Begriff Himmel geht es nicht um einen Ort, der irgendwo weit von uns entfernt im Universum existiert, und in den wir, wenn wir die Erde zu gegebenem Zeitpunkt einmal verlassen, triumphalen Einzug nehmen werden, falls wir elbstverständlich die erforderlichen Formulare für den Einlass entsprechend ordentlich ausgefüllt haben. Was im weitesten Sinne bedeutet, daß wir anständige und brave, irgendwelchen fiktiven Gesetzen folgende Kinder Gottes waren, und nun als erarbeiteten Lohn Gottes Liebe anstatt Gottes Zorn ernten dürfen. Unser Eingeständnis, daß dies alles aus Vermeidungs-Strategie entstandene Trugbilder sind, welche unsere Selbstverantwortung leugnen,
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gibt unserer Wahrnehmung wieder mehr Spielraum, und wir können eventuell entdecken, daß es sich in beiden Fällen, beim Himmel und bei der Erlösung, um einen Bewußtseinszustand handelt, den wir auf der Erde in unserem jetzigen Körper zu jedem Zeitpunkt während unseres irdischen Daseins erfahren können. Eine Bewußtseinsebene, bei der wir unserem göttlichen Selbst und seiner ursprünglichen Heimat, dem Himmel, ganz nahe sind und der Erlösung außerhalb unserer begrenzten dualistischen Wahrnehmung beiwohnen, welche wir somit in der Erfahrung des Eins-Seins erleben. Was uns bisweilen soweit von diesem immerwährenden und uns uneingeschränkt offenen Ist-Zustand distanziert, ist einzig und allein die Tatsache, daß wir sowohl auf die Erlösung als auf den Himmel bezogen eine wartende Haltung und Rolle einnehmen und uns einem scheinbar gegebenen Schicksal hingeben. Also nichts Konkretes für deren Eintreffen und Realisierung im Hier und Jetzt tun, sondern der Gesinnung des Abwartens und des Verbleibens all unsere vitalen Kräfte aufopfern. Wir weigern uns, aus einer nicht erwachsenen inneren Haltung heraus, ganz bestimmte, manchmal uns sogar durchaus bewußte, leidbringende Denk- und Verhaltensmuster zu verändern sowie bestimmte Lebensformen und Einstellungen zu hinterfragen. Und warten anstatt dessen darauf, daß dieses Leiden von uns genommen wird, ohne daß wir die Ursachen dafür erkennen und diese Ursachen dann dahin gehend verändern, damit ihr leid-erzeugendes Resultat verhindert wird, oder zumindest leidvermindernd wirkt. Wir benutzen in einem kindlichen Trotzen den Schlüssel zum Himmel und zur Erlösung nicht, obwohl er definitiv in unseren Händen oder besser gesagt in unserem Bewußtsein ruht. Wir entscheiden uns somit, uns der Unbewußtheit hinzugeben, anstatt unsere Verantwortung des bewußten Seins zu übernehmen.

Doch der Bewußtseinzustand der „Erlösung" oder auch des „Himmels" tritt erst dann ein, wenn wir bereit sind, die Dinge einzustellen, welche das Verhindern deren Eintreffens unterstützen. Und dann anstatt dessen die Dinge tun, die sich uns in unserer Bewußtwerdung als konkrete Werkzeuge zur Bewußtseins-Erweiterung aufzeigen und welche die Erlösung und den Himmel in die Wirklichkeit, in die Realität zurückbringen. Und ‚zurückbringen' benutze ich deshalb als Formulierung, weil eigentlich dieser Zustand immer besteht und uns ursprünglich zu eigen ist, wir uns nur durch unsere vorübergehende Wahrnehmungs-Störung von diesem Bewußtseins-Zustand getrennt erleben. Solange wir also auf irgend etwas Zukünftiges warten, sei es auf eine personifizierte weibliche oder männliche Gottheit oder auf sonst eine außerhalb von uns existierende, uns übergeordnete Autorität, welche uns aus unserer scheinbaren Not befreit; oder um ein anderes Bild zu nutzen, wenn wir weiterhin darauf warten, daß uns ein Vater oder eine Mutter von unserem Leid errettet, werden wir keinen Frieden, also keine erwünschte „Erlösung" finden.
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Anerkennen wir hingegen das in allem bestehende göttliche Prinzip als solches an und akzeptieren, daß der Himmel und die Erlösung schon vollkommen existent und anwesend sind. Und lernen wir zumindest ansatzweise, wie dies alles zusammenhängt, auf welche Werte und Grundsätze seine universellen Gesetze basieren. Sodann begegnen wir unvermeidbar unserer ureigenen Selbst-Verantwortung, und wir gehen in die notwendige Handlung. Und wir verändern das, was uns vom Erreichen der ersehnten Bewußtseinsebene für diesen Moment nicht selten allzu schmerzlichst trennt. Anstatt weiterhin auf die Erlösung und den Himmel zu warten, übernehmen wir wieder Selbst-Verantwortung für unser eigenes Wohlergehen. Und gehen die erforderlichen Schritte, welche uns ermöglichen, hier und jetzt bereits in Erlösung und im Bewußtseins-Reich des Himmels anzukommen, also hier und jetzt in dieser Bewußtheit zu sein. In dem Bewußtsein, eins zu sein, in dem der Himmel und die Erlösung für uns bereits real sind.
 
 
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