
Das Mail letzte Woche hat so einiges in Bewegung gesetzt und darum werde ich diesmal daran anknüpfen. Bestimmen wir unser Schicksal selbst oder ist es vorbestimmt? Eine wirklich interessante Frage, die wir aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und dabei unterschiedliche Ergebnisse erzielen können. Ich maße mir nicht zu, diese Frage beantworten zu können, darum lasse ich sie vorerst rein philosophisch im Raum stehen.
Wenn Du Dich mit Deinen Ahnen und Deiner Familiengeschichte schon auseinander gesetzt hast, so weißt Du bereits, welchen Einfluss jene auf Dich und Dein Leben haben. Sie wirken nämlich in einem ungeheuer erschreckend großen Ausmaß! Weil ich im Theater „Leben" ganz vorne sitzen darf und fast täglich einen oder mehrere Blicke hinter die Kulissen werfen kann, möchte ich Dich auch daran teilhaben lassen, was sich im Hintergrund des Lebens so abspielt, wer Regie führt und nach welchen Kriterien wir uns auf der Bühne bewegen.
Dazu erzähle ich Dir von einer ganz besonderen Frau, die ich im Zuge meiner Arbeit kennen lernen durfte. Ihr Schicksal hat mich sehr berührt und es zeigt, wie furchtbar sich vergangene Ereignisse auf die gegenwärtige Situation auswirken:
Die Vorgeschichte: „
Mein Onkel wollte als junger Mann nicht in den Krieg ziehen. Er hatte große Angst davor und bat seine Mutter, meine Großmutter, darum, alles zu tun, damit er nicht einrücken müsse. Meine Großmutter jedoch, aus welchem Grund auch immer, verhinderte es nicht und so musste mein Onkel in den Krieg ziehen. Kurz nachdem er eingerückt war, fiel er im Krieg" erzählt mir Frau S.
Gegenwart: „
Mein Sohn ist 17 Jahre und die Beziehung zu ihm ist sehr konfliktbeladen. Es gibt häufig Streit mit ihm. Er sondert sich ab, geht eigenartige Wege, wirkt verschlossen und abwesend. Das allerschlimmste jedoch ist, dass er mit der Drogenszene zu tun hat. Ich habe furchtbare Angst, dass ihm etwas passieren könnte. Diese Angst lässt mich nicht schlafen und ruft viele körperliche Störungen in mir hervor, wie Atemnot, Schüttelfrost, Husten und Magenschmerzen. Ich fühle mich oft traurig, voller Angst, schuldig, machtlos, gestresst, wütend und unter Druck."
Im
Beratungsgespräch zeigte sich, dass es einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen dem Schicksal der Großmutter/Onkel (der ungefähr im gleichen Alter wie der Sohn von Frau S. damals im Krieg ums Leben kam) und ihrem Schicksal Mutter/Sohn gibt.
Frau S. war darüber sehr erstaunt und wollte eine Wiederholung dieses Dramas unbedingt verhindern. (Der Weg zur Droge ist oft ein unbewusstes Bestreben, jemanden in den Tot zu folgen) Wir vereinbarten einen gemeinsamen Termin für eine
dynamische Meditation (Reise ins ICH).
Ein paar Tage später schrieb mir Frau S. folgendes Mail: „… nach unserer Zusammenarbeit hatte ich zwei Tage lang ein großes Schlafbedürfnis. Danach folgte ein Tag an dem ich eine heftige Auseinandersetzung mit meinem Sohn hatte, jedoch begleitete mich das Gefühl, die richtigen Worte zu verwenden und meine Aufgabe als Mutter zu meistern."
Und
zwei Monate nach der dynamischen Meditation schrieb sie mir: „…Mein Sohn ist seit dem Wochenende verändert, er spricht wieder mit uns und sucht unsere Nähe, mit einer auffallenden Leichtigkeit… Ich fühle mich wie neugeboren, bin bereit Neues zu lernen und zu verwenden. Meine Bauchgefühle haben sich wieder gemeldet und ich verlasse mich von Mal zu Mal mehr darauf."
Danke, liebe Frau S. Danke, dass wir durch Sie so viel lernen dürfen. Ihr Beispiel lehrt uns, wie gnadenlos sich das Schicksal wiederholt und gibt gleichzeitig Hoffnung, dass man dennoch in der Lage ist, mit geeigneten Maßnahmen, in diesem Fall der dyn. Meditation, neue Wege der Lösung zu finden, sodass das Schicksal eine positive Wende erfährt. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn Gottes Kraft und Heilung!
Durch das Beispiel von Frau S. erleben wir die Worte von Leopold Szondi in einem ganz anderen Licht:
1. Über unser Unterbewusstsein greifen unsere Ahnen in unser Schicksal ein und lenken unsere Wahlen/Entscheidungen zwanghaft. Damit entsteht etwas, was Szondi als Zwangsschicksal bezeichnet.
2. Unser stellungnehmendes Ich hat die Macht, seine eigenen Ansprüche gegen die der Ahnen durchzusetzen und eine eigene Wahl zu treffen. Damit entsteht der Antipode des Zwangsschicksals: das freie Wahlschicksal!
Die heutige Zeit ist eine Zeit des Aufwachens, des sich bewusst werdens, der Bewusstwerdung! Schläfst Du noch oder lebst Du schon?! Dieser Werbeslogan passt hier wunderbar und ich hoffe, Du bist aus Deinem Dornröschenschlaf erwacht. Falls nicht, dann berühren Dich diese Zeilen vielleicht und Du möchtest auch wissen, welch „Fluch" der dreizehnten Fee über Dich gekommen ist, ohne dass Du es bemerkt hättest. Diese Zeilen wollen Dich wach küssen, Dich sanft und liebevoll berühren…. Vielleicht fühlst Du Dich nun sehr angesprochen und willst auch Dein Schicksal in die Hand nehmen, etwas bewegen, das Ruder herumreißen und eine positive Wende herbei führen. Ja? Dann freue ich mich auf ein Mail oder einen Anruf von Dir.
…alles Liebe…
Anna Gartner
Autorin, Seminarleitung
Meditation & Dyn. Imagination
Tel: +43 (0)699 – 130 130 32
Mail:
a.gartner@kabsi.atHomepage:
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