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Spieltheorie mit Crepes Maker

Autor: salomon23 | Erstellt am: 14.09.2011 | Gelesen: 408
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Spieltheoretische Ansätze vorgestellt am Beispiel des Marktes für Crepes Maker

Crepes Maker
Crepes Maker
Manch einer der den Film A Beautiful Mind gesehen hat, wird sich fragen, was John Forbes Nash so tolles geleistet hat. Im Film wird das Feld Spieltheorie kurz angeschnitten, aber nicht eingehend behandelt. Dies wollen wir an dieser Stelle am Beispiel eines Crepes Maker ein wenig nachholen.

Die Theorien von Nash beziehen sich auf nicht kooperative Spiele, also Spiele in denen die einzelnen Spieler als Konkurrenten agieren und versuchen soviel wie möglich Gewinn rauszuschlagen, fachlich korrekt gesprochen also den eigenen Nutzen zu maximieren.

Wir nehmen an, dass wir zwei Firmen haben, die Crepes Maker herstellen können. Dies tuen sie entweder zu hohen Kosten oder zu niedrigen Kosten, wobei eine Firma von der anderen nicht weiß, ob sie mit hohen Kosten produziert, oder mit niedrigen Kosten.

Firma „Platzhirsch" ist bereits im Markt und verkauft Crepes Maker.
Firma „Nachzügler" überlegt, ob sie in den Markt eintreten und ebenfalls Crepes Maker verkaufen soll.

Durch die Konkurrenz falls Firma „Nachzügler" eintritt, wird natürlich der Preis der Crepes Maker niedriger und der Gewinn schmälert sich.

Wir nehmen an, dass Firma „Nachzügler" eine Firma ist, die zu niedrigen Kosten produzieren kann. Sie weiß jedoch nicht ob Firma „Platzhirsch" zu hohen oder zu niedrigen Kosten produzieren kann. Folglich muss Firma „Nachzügler" für beide Szenarien kalkulieren.

Szenario 1
Wenn Firma „Platzhirsch" mit niedrigen Kosten produziert, wird der Preis soweit sinken, dass Firma „Nachzügler" keinen Gewinn mehr mit den Crepes Makern machen kann und Verluste in Höhe der Anschaffung der Produktionsanlagen hat. Der Markteintritt bringt also Verlust für Firma „Nachzügler" .

Szenario 2
Wenn Firma „Platzhirsch" mit hohen Kosten produziert, kann Firma „Nachzügler" den Preis der Crepes Maker soweit senken, dass Firma „Platzhirsch" nur noch mit Verlust produzieren kann. Firma „Platzhirsch" wird also aus dem Markt austreten und Firma „Nachzügler" kassiert von nun an einen Monopolgewinn.

Diese beiden Szenarien hat Firma „Nachzügler" im Blick und muss nun kalkulieren, welches wahrscheinlicher ist.

Dabei ist eventuell relevant, dass Firma „Platzhirsch", als sie mit dem Herstellen von Crepes Makern begann, wusste, dass demnächst eine Firma wie Firma „Nachzügler" mit niedrigen Kosten auftauchen würde.

Unter diesem Gesichtspunkt hätte Firma „Platzhirsch", wenn sie mit hohen Kosten produzieren würde, vermutlich nicht mit der Produktion von Crepes-Makern begonnen, da sie den baldigen Eintritt des Konkurrenzunternehmens fürchten musste.

Firma „Nachzügler" kann also berechtigt davon ausgehen, dass Firma „Platzhirsch" mit niedrigen Kosten produziert und wird folglich nicht in den Markt eintreten. Der Markt für Crepes Maker bleibt also auch weiterhin in der Hand von Firma „Platzhirsch".

Es sei noch angemerkt, dass Firma „Nachzügler" natürlich auch erwägen könnte, dass eine Firma „Platzhirsch" mit hohen Kosten genau diese Überlegung macht und in der Folge doch in den Markt eintritt. Wenn Firma „Nachzügler" dies allerdings erwägt, weiß vermutlich auch eine Firma „Platzhirsch", dass dies erwogen wird und wird, sofern sie hohe Kosten hat, nicht eintreten. Folglich tritt Firma „Nachzügler" auch hier nicht ein.

Das Nashgleichgewicht lautet:
Firma „Platzhirsch" tritt ein, wenn sie niedrige Produktionskosten für Crepes Maker hat und tritt nicht ein, wenn sie hohe Kosten für Crepes Maker hat. Ist Firma „Platzhirsch" in den Markt eingetreten wird Firma „Nachzügler" nicht eintreten.
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Shemet am 28.11.2011
Das ist ein völliger Quatsch, wie der Autor die nichtkooperative Spieltheorie definiert. Die Spieler sind nicht unbediengt Konkurrenten. Das auschlaggebende ist, dass sie keie bindende Vereinbarungen miteinander abschließen können, bzw. es fehlt an der Institition, die die Einhaltung solher Vereinbarungen überwachen und durchsetzen kann. Spieler maximieren freilich Ihren "Nutzen", Das alleine gibt noch keine Auskunft über das Ergebnis des Spiels. Das hängt von den Auszahlungen, Strategiemengen der Spieler, Auffasungen der Spieler über das Spiel, den Spieler, die Auffasungen der Gegenspieler von dem ganzen etc., dem anzuwendenden Lösungskonzept und noch von einer Reihe "Verfeinerungen". Wie z.B. Axelrod zeigte, kann Kooperation zwischen eigennützigen Spielern mit gegenseiteigen Interessen sehr wohl einstellen. Also bitte keine Profanierung der Spieltheorie.







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