Nach dem Burj Chalifa in Dubai arbeitet die Guardian Flachglas GmbH in Thalheim bereits am nächsten Prestigeprojekt. Die Gläser für die Fassade der neuen Elbphilharmonie kommen ebenfalls aus Sachsen-Anhalt.Zurzeit wird die Fassade des ambitionierten Bauwerks realisiert und die ersten Gläser installiert.2012 soll das Gebäude mit einem Festival eröffnet werden."Das sind sehr aufwendig gebogene Gläser mit verschiedenen Siebdrucken", erläutert Ralf Greiner, Marketingleiter des Werks. "Letztendlich kamen dafür nur unsere Sonnenschutzgläser in Frage, da sie den speziellen Designanforderungen entsprachen." Verwendung findet ein Glastyp aus der gleichen Produktfamilie wie beim Bau des Burj Chalifa, lediglich mit einer etwas veränderten Optik und Transparenz. Insgesamt rund 20.000 Quadratmeter Glas werden am Ende die Fassade der von Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfenen Elbphilharmonie bilden. Das an prominenter Stelle im Hamburger Hafen angesiedelte Kulturgebäude entsteht am Standort des ehemaligen Kaiserspeichers und soll später bis zu 110 Meter in den Himmel der Hansestadt ragen.
Mit Kosten von rund 12 Millionen Euro entsteht damit auch die teuerste Glasfassade, die jemals in Deutschland realisiert wurde. Das liegt vor allem an den sehr komplizierten Verarbeitungsschritten. "Wir liefern das Basisglas für die Funktionsgläser, die dann an anderer Stelle weiterverarbeitet werden", so Greiner. Nach der Fertigstellung im Werk in Sachsen-Anhalt werden die Gläser unter anderem noch in Italien gebogen und später wieder in Deutschland mit einem silberreflektierenden Druck versehen. Hinzu kommt noch ein funktionaler Siebdruck auf die Sonnenschutzbeschichtung. "Vor allem Designaspekte spielen bei diesem Bau eine große Rolle", sagt Greiner.
Natürlich sei das Gebäude von den Ausmaßen nicht ganz so gigantisch wie der mit 828 Metern Höhe höchste Wolkenkratzer der Welt im Emirat Dubai. Trotzdem ist die Elbphilharmonie für Greiner nicht weniger interessant. "Der Turm in Dubai hat sicherlich Dimensionen, die wir aus Europa in dieser Form nicht kennen", erläutert der Marketingleiter. Eine spezielle Gemeinsamkeit haben das abgeschlossene und das laufende Projekt seiner Meinung allerdings schon: "Dass wir den Auftrag bekommen haben, liegt an unserem Produktportfolio. Sowohl optisch als auch von den technischen Spezifikationen werden unsere sehr flexible Sonnenschutzgläser jeden Anforderungen gerecht." Und am Ende spiegeln sich deshalb die Wellen der Elbe ebenfalls im Glas aus Thalheim.
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