StudiVZ und Facebook - das sind die großen Vorbilder von noch viel mehr kleineren Nachahmern. In wie vielen sind Sie eingeloggt, lieber Leser?
Ich eigentlich nur in diesen beiden. Bis vor kurzem. Also eigentlich ja immer noch. Aber ich habe mir eine Pause genehmigt. Ich habe mir gesagt, dass es nicht sein könne, dass ich jeden Tag mindestens 5 Mal in beide Portale hineingehe, um zu schauen, was es dort so Neues gibt. Denn eigentlich gibt es ja nichts Neues. Man beruhigt sich selbst nur, dass es viele andere da draußen gibt, die genauso viel Zeit in Facebook investieren, wie man selbst.
Ich habe eine Woche lang ganz Web 2.0 frei gelebt. Das ist eine kurze Zeitspanne werden viele sagen, doch ich finde, dass es hier - anders als bei einer Sucht - ausreicht, einfach mal 7 Tage offline zu leben. (Während es bei einer Alkoholsucht beispielsweise nicht ausreichen würde, nur 7 Tage trocken zu sein ;-) )
Und siehe da - es war angenehmer, als ich dachte!
Ohne diesen Druck, sich gleich wieder einloggen zu müssen, um zu schauen, was es Neues gibt, konnte ich mich den wichtigen Dingen des Lebens widmen - und zwar mit vollster Konzentration. Das war ein angenehmes Gefühl.
Man fühlte sich ein bisschen wie im Urlaub, denn dort lebt man ja auch vollkommen normal ohne Computer (ich zumindest) und man vermisst diesen kein Stück. Und das ist ja wirklich auch das Paradoxon; vorher denkt man: Oh je, wie soll ich ohne Facebook leben? Es ist doch fester Bestandteil meines Tagesablaufes!
Und dann hinterher vergisst man das soziale Gedöhns sogar und denkt nicht mehr an die Neuigkeiten und den Buschfunk.
Warum ich mich dann trotzdem dafür entschieden habe, wieder online zu gehen? Nun, es ist einfach eine wahnsinnig komfortable und einfache Kontaktplattform. In Facebook gehen ist weniger anstrengend als Emails zu lesen, finde ich zumindest. Gerade mit Freunden lässt es sich dort über die Rundmail einfach verabreden und besprechen.
Auch die Damenwelt lässt sich mit Nachrichten versehen, was aber noch Bestandteil eines zukünftigen Artikels sein wird.
Besuchen Sie doch mal meinen Weblog auf www.maedchen-ansprechen.de. Vielleicht gibt es Anhaltspunkte für Sie oder Sie erfahren Neues. Dort wird auch irgendwann der eben genannte Artikel über Verführung in sozialen Netzwerken erscheinen.
Ich hoffe, dass ich mit meinen Erfahrungen einige dazu animieren kann, sich auch mal eine Woche - oder 3 Tage - von den Sozialen Netzwerken abzukapseln. Einfach nicht mehr online zu gehen! Sie werden merken, dass es nicht wie eine Sucht ist und man sich mit Entziehungserscheinungen abzukämpfen hat, sondern viel mehr eine Sache der Gewohnheit ist, so wie morgens früh das Müsli essen oder jeden Dienstag Wäsche waschen. Das könnte man ja auch einfach auf einen anderen Tag verlegen. Genauso ist es mit Facebook. Nur, dass mit "verlegen" => "offline bleiben" gemeint ist.
Viel Erfolg dabei!
Pierre