Essbesteck
Verschiedene Sorten von Gabel existieren schon seit Jahrhunderten für verschiedene Einsatzzwecke. Die größte
Essgabel, die Tafelgabel, hatte 5 Zinken und gab es bis zum zweiten Weltkrieg. Damit konnte man selbst größte Fleischstücken gut zerteilen.
Seit dem zweiten Weltkrieg hat sich hingegen weltweit die Menügabel durchgesetzt. Die Menügabel hat meistens 4 Zinken vorne und ersetzte die Tafelgabel, da neue Produktionsformen und veränderte Materialien kleinere Gabeln ermöglichten.
Speziell für Desserts gibt es noch die Dessertgabel, welche im Prinzip eine Mischung aus Kuchengabel und Menügabel ist. Die Dessertgabel hat meistens vier, manchmal aber auch drei, Zinken und hat keine „breitere" Zinke wie die Kuchengabel.
Die Kuchengabel hat nämlich generell nur 3 Zinken, ist nur ungefähr halb so groß wie die Menügabel und hat meist eine äußere Zinke, die wesentlich stabiler und dicker ist, als die anderen beiden. Diese Zinke ist dafür gedacht, dass man damit den Kuchen durchdrücken kann und kein Messer benötigt.
Ähnlich wie die Kuchengabel hat die Konfektgabel auch nur 3 Zinken und eine ähnliche Form. Die Konfektgabel ist noch etwas kleiner als die Dessertgabel.
Besonders junge Frauen und Männer haben mit den zahlreichen Gabeln Probleme, da sie nur die Kuchengabel und die Menügabel kennen. In der heutigen Zeit ist vor allem im Hausgebrauch die Kartoffelgabel (kurzer Stiel, drei Zinken) und die Fischgabel (etwas kürzes, jedoch breites Vorderteil als eine Tafelgabel) eher unüblich geworden.
Wer eine Lehre als Kellner oder Koch plant, der sollte zumindest die wichtigsten Gabeln kennen, denn dies wird während der Ausbildung definitiv von Vorteil sein. Je nachdem in welchen Hotel oder Restaurant man später arbeiten will, muss man nämlich alle Gabelnsorten auswendig kennen und diese auch richtig auf den Tisch legen können. Besonders in Nobelrestaurants wird das falsche Legen von Besteck sofort erkannt und führt zu einer Beschwerde bei der Geschäftsführung.