Mit dem Sonnenschien-Vitamin gegen die Schweinegrippe - vor allem am ende des \"Vitamin D-Winters\"
Als erste regierungsoffizielle Gesundheitsorganisation hat jetzt die Public Health Agency of Canada (PHAC) den Einsatz von
Vitamin D zur Eindämmung der
Schweine-Grippe erwogen. Ursprünglich sollte in einer dreijährigen Prüfungsphase die Wirkung des "Sonnenschein-Vitamins" auf die saisonalen Grippewellen untersucht werden. Die drohende Pandemie hat diese Überlegungen nun wesentlich beschleunigt.
In den USA allein sind bisher schon 36 Kinder an der
Schweinegrippe gestorben (CDC) und – wenn die Forschungsergebnisse über den Zusammenhang von "Vitamin D-Winter" und Infektionskrankeiten zutrifft – der Höhepunkt der Schweinegrippe ist erst gegen Ende des "
Vitamin D-Winters", von Januar-Februar bis März-April, zu erwarten.
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PHAC wird diese Strategie jetzt auch auf das H1N1-Virus anwenden, um schwerwiegenden Folgen der Infektion vorzubeugen, " so die offizielle Verlautbarung der Public Health Agency. Es häufen sich nach ihren Angaben die Hinweise darauf, dass Vitamin D die Entwicklung antibakterieller Substanzen fördert und dass diese eine ganze Reihe von Infektionen einschließlich der Influenzaviren verhindere.
Lange haben die Wissenschaftler gerätselt, wieso die Grippewellen fast immer in der "
dunklen Jahreszeit" über das Land schwappen, warum der Virus sozusagen das Licht scheut.
Eine Gruppe englischer und US-Forscher, darunter so bekannte Namen wie die Profs. Cannell, Vieth, Holick, Garland, Grant und Giovanucci fanden den Grund heraus: Vitamin D-Mangel durch mangelnden Sonnenschein auf der Haut.
Schon 1981 hatte der britische Wissenschaftler R. Edgar Hope-Simpson die Vermutung geäußert, dass es da einen "
saisonalen Auslöser" gäbe und hatte ihn bereits in Sonnenstrahlen, oder besser dem Mangel daran, vermutet.
Eine Review-Studie von Prof. Reinhold Vieth und anderen gehen einen Schritt weiter. Aus früheren Studien ist der Einfluss des Vitamin D (genauer des Hormons 1,25(OH)2D) auf das Immunsystem bekannt. Einerseits hilft das Vitamin bei der Produktion der antimikrobiotischen Peptide, die die Viren bekämpfen, andererseits sorgt es aber auch dafür, dass der Kampf nicht aus dem Ruder läuft und z.B. Lunge und Atemwege zerstört.
Da in unseren Breiten bereits im Oktober der "
Vitamin D-Winter" beginnt, wo die Produktion von Vitamin D im Körper durch die Sonneneinstrahlung immer geringer wird und schliesslich ganz aufhört, und da der moderne Mensch ohnehin durch seine Lebens- und Arbeitsweise mit Sonne "
unterversorgt" wird, können die Grippeviren in dieser Zeit die natürlichen Verteidigungsbarrieren des menschlichen Körpers durchbrechen und sich massenhaft ausbreiten.
lbmedien
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