Singstar
Der Markt der Videospielkonsolen hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Durch das Auftauchen der Wii ist nämlich eine ganz neue Dimension der Steuerung in die Welt der Sticks und Controller eingedrungen: die natürliche Bewegung.
Durch die Nintendo-Konsole haben erstmals Menschen angefangen in Massen vor dem Fernseher herumzuhampeln und das verhalf der Wii zu unglaublichen Erfolg. Während die Konkurrenz diesen Trend anfangs noch belächelte, steigerte sich auf Sony und Microsoft mit dem wachsenden Erfolg der Wii der Druck, es Nintendo gleichzutun. Nun ist es soweit und man drängt mit den Systemen Kinect und Playstation Move auf den Markt.
Während Kinect allerdings von der Fachpresse auf weiten strecken ziemlich zerrissen wird, scheint Move eine wirkliche Wii-Alternative für Playstation-Besitzer zu sein. Die Controller, die viele scherzhaft als farbige Eistüten betiteln, ermöglichen genauso die Motion Control wie bei der Nintendo-Konkurrenz. Nun versucht Sony auch mit dem passenden Software-Lineup die Herzen seiner Spieler zu erobern und was würde da besser passen, als eine sowieso schon etablierte Serie neu zu beleben: Singstar.
Mit dem brandneuen Singstar Dance versucht man die alteingesessenen Fans vom heimischen Karaoke wieder vor die Konsole zu locken. Das Line-Up des Spiels umfasst 30 Songs, die alle samt Discofloor-bewehrt sind. N*Sync findet sich dabei genauso wie Gwen Stefani und die Black Eyed Peas. Neu ist allerdings, dass man nun beim Singen von Lady Gagas Songs, nicht wirklich ein „
Poker Face" machen darf. Ab jetzt wird das herumtanzen vor dem Fernseher mit zusätzlichen Punkten belohnt. Ganz machen was man will kann man aber auch nicht, denn auf dem Bildschirm ist eine Schattenhafte Figur zu sehen, deren Bewegungen man im Rhythmus des Beats und mit dem Motion Controller in der Hand nachahmen muss. Das gestaltet sich dann doch als recht anspruchsvoll und zeigt, dass dieses Spiel auch etwas Übung erwartet, um seine Aufgaben zu meistern.
Im näher kommenden Weihnachtsgeschäft wird sich dann wohl zeigen, wie gut sich Singstar Dance gegenüber der breiten Konkurrenz behaupten kann. Den Namens-Bonus hat der Titel aber schon mal und für viele Karaoke-Fans steht sowieso fest: einmal Singstar, immer Singstar.
Lena Koch