Funktionsprinzip der Wärmepumpe
Die Wahl des Heizungssystems für die eigenen vier Wände hat mittlerweile weitreichende Konsequenzen. Zum einen für die Umwelt und zum anderen für den eigenen Geldbeutel. Denn längst sind neben die klassischen Heizungssysteme Erdgas- und Ölkessel neue Systeme getreten. Interessant sind diese neuen Heizungssysteme insbesondere vor dem Hintergrund stetig steigender Energiepreise für Heizöl und Erdgas. Die Rede ist dabei von der Wärmepumpe und von der Pelletheizung. Beide Systeme nutzen regenerative Energien, bei der Wärmepumpe ist es die im Erdreich, in der Luft oder im Grundwasser gespeicherte Sonnenenergie.
Am verbreitetsten ist die
Erdwärmepumpe, da sie eine hohe Effizienz aufweist. Nutzbar gemacht wird die Erdwärme entweder durch Erdwärmesonden oder durch Erdwärmekollektoren. Der Unterschied zwischen beiden Systemen liegt darin, dass die Erdwärmesonde in Tiefen bis zu 99 Metern installiert wird, während der Erdwärmekollektor direkt unter der Erdoberfläche liegt. Angetrieben wird die Wärmepumpe in der Regel mit elektrischem Strom. Um die Effizienz einer Wärmepumpe anzugeben wird in der Regel die
Jahresarbeitszahl herangezogen. Sie gibt, an wie viel elektrische Energie aufgewendet werden muss, um ein bestimmtes Äquivalent Wärmeenergie zu gewinnen. Moderne Erdwärmepumpen weisen Jahresarbeitszahlen von 4 bis 4,5 auf, das heißt mit einer Kilowattstunde elektrischer Energie lassen sich 4 bis 4,5 Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugen.
Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer Erdgas- oder Ölheizung hängt deshalb neben dem Preis für Heizöl bzw. Erdgas auch vom Strompreis ab. Hinzu kommt, dass die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe deutlich höher sind als die für ein konventionelles Heizsystem. Eine Betrachtung der Wirtschaftlichkeit muss deshalb über den gesamten Lebenszeitraum der Heizungsanlage erfolgen. Und da kann zumindest aus momentaner Sicht die Wärmepumpe sehr gut mithalten.
Markus Boos