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Sind Leuchttürme Anachronismen im GPS-Zeitalter?

Autor: hempstar | Erstellt am: 05.02.2011 | Gelesen: 564
Kategorie: Mobilfunk & Telekommunikation | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Auch im Zeitalter von GPS kann man auf konvetionelle Seezeichen nicht verzichten

Wollen wir auf solche Leuchttürme wirklich verzichten?
Wollen wir auf solche Leuchttürme wirklich verzichten?
Um es von vornherein zu sagen: Leuchttürme sind keine Anachronismen im GPS-Zeitalter, in dem es moderne Navigationssysteme gibt. Sie sind eine wertvolle Ergänzung, sozusagen die Sicherungsebene. Immer wieder kommt es vor, dass moderne Navigationssysteme versagen, sei es durch den Ausfall der Technik an Bord eines Schiffes, sei es durch ungünstige Witterungsbedingungen und vielem mehr. Auch Satelliten, über die die Navigation mittels GPS und Co. erfolgt, können ausfallen oder technische Defekte aufweisen, die erst nach einer gewissen Zeit repariert werden können.

Leuchttürme dagegen stehen immer an Ort und Stelle und strahlen ihr Signal in einem bestimmten Rhythmus aus. Dieser wird in einem internationalen Fachblatt bekannt gegeben. Auch vor Untiefen wie Fahrrinnen und als Fahrwasser Markierung dienen sie. Dies können die Navigationssysteme - und seien sie noch so modern - nicht bieten. Es werden auch weiterhin neue Leuchttürme gebaut, da man sich allein auf die Navigationssysteme nicht verlassen will und kann. Es muss ja nur einmal die Sendetechnik an Bord eines Schiffes ausfallen, sei es durch einen Sturm, einen kriegerischen Angriff oder aber durch Schäden, die durch das Auflaufen auf einer Sandbank passieren können. Dann ist es für alle Schiffsbesatzungsmitglieder sicher, einen Leuchtturm in der Nähe zu wissen, dessen Signale sie orten können und somit erfahren, welchen Leuchtturm sie vor sich haben.

Einige Leuchttürme bieten auch die Möglichkeit, in ihnen zu übernachten. Gerade für Schiffbrüchige ist dies optimal, da sie somit erst einmal im Trockenen sind. Meist befindet sich in vielen Leuchttürmen auch ein kleiner Vorrat an Konserven, der verbraucht werden kann. Mittels SOS kann dann vom Leuchtturm auch ein Signal abgesetzt werden, um die Schiffsleute aus hoher See zu retten. Auch so ist es eine wertvolle Navigationshilfe, bei Sturm beim Absetzen eines SOS-Signals angeben zu können, welcher Leuchtturm sich in direkter Nähe befindet. So wird die Schiffsbesatzung auch von den Seenotrettungskreuzern oder anderen, in der Nähe befindlichen Schiffen, schneller gefunden.

Auch das Radar kann bei widrigen Witterungsbedingungen schließlich ausfallen und so sind die Leuchtfeuer, die von einem Leuchtturm ausgestrahlt werden, der einzige Anhaltspunkt dafür, wo genau sich das Schiff befindet.

Leuchttürme sind also keine Anachronismen im GPS-Zeitalter, sondern die Grundsicherung in der Navigation.

Klaus-Martin Meyer
 
 
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