Seit Jahr und Tag werden Geldmarktfonds als sicher und risikolos beworben, was immer mehr Anleger dazu verleitet hat, in entsprechende Angebote zu investieren. Anleger hören so etwas natürlich gerne, was die entsprechenden Mittelzuflüsse in Milliardenhöhe erklärt, welche Geldmarktfonds seit Jahren verzeichnen. Ganz besonders die US-Anleger haben sich die angebliche Sicherheit dieser Produkte zu Herzen genommen und sorgen dafür, dass rund 30 Prozent des gesamten Fondsvermögens in entsprechenden Geldmarktfonds geparkt ist. In Deutschland sind es immerhin noch 15 Prozent des gesamten Fondsvermögens, welches auf diese Anlageklasse entfällt.
Die Finanzkrise offenbart aber, dass man auch bei diesen Fonds auf die Details achten sollte, denn nicht jeder Geldmarkfonds investiert ausschließlich in sichere verzinsliche Anlagen. Einige von ihnen spekulieren auch mit Anleihen und müssen so zum Beispiel nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers entsprechende Verluste verbuchen. Negative Renditen von fünf Prozent sind nun aber das letzte, was Anleger sehen wollen, wenn sie in entsprechende Anlageformen investieren.
Aus diesem Grund und vor der Ungewissheit darüber, welche Auswirkungen die Finanzkrise noch haben wird, empfiehlt sich derzeit viel eher eine Anlage in Form von
Tagesgeld, dazumal dieses im Langfristvergleich sogar noch höhere Renditen erzielt hat, als die meisten Geldmarktfonds. Beim Tagesgeld kommt Anlegern – zumindest bei fast allen inländischen Banken – die umfassende Einlagensicherung sowie die Tatsache zu Gute, dass es auf einem solchen Konto faktisch keine negativen Zinsen, also Verluste geben kann. Wer derzeit sicher anlegen will, sollte anstatt in Geldmarktfonds also lieber in entsprechende Tagesgeldangebote investieren und die Finanzkrise so aussitzen.
Daniel Franke