Nikotinsucht
Es gibt wohl kaum einen Raucher, der noch nicht vergeblich versucht hat, sich von seiner
Nikotinsucht zu befreien. Der anfänglich gute Wille wurde jedoch schnell von Entzugserscheinungen verdrängt und der erneute Griff zur Zigarette war bereits vorprogrammiert.
Doch woran liegt es denn eigentlich, dass die Rückfallquote so immens hoch ist?
Bei der Nikotinsucht unterscheidet man zwischen körperlicher und psychischer Abhängigkeit. Die körperliche Abhängigkeit und die damit verbundene Entzugssymptomatik ist in den meisten Fällen nach 2-3 Wochen Abstinenz verschwunden. Ganz anders sieht es hingegen mit der psychischen Abhängigkeit aus.
Man kann sagen, dass es 3 charakteristische Merkmale für die psychische Abhängigkeit gibt:
- Die Rauchgewohnheit, die an ganz bestimmte Auslösereize gebunden ist (nach dem Essen, beim Telefonieren...)
- Verstärktes Rauchverhalten durch die sofort spürbaren und als angenehm empfundenen Folgen des Rauchens (Entspannung, verbesserte Konzentration...)
- Die Erwartungshaltung, die an das Rauchen geknüpft ist ("Wenn ich diese Zigarette jetzt rauche, werde ich mich sofort beruhigen"....)
Genau diese Merkmale machen es einem Raucher so schwer, dauerhaft abstinent zu bleiben. Der Wille, das Rauchen aufzuhören, ist natürlich sehr wichtig, reicht jedoch langfristig nicht aus.
Mindestens genauso wichtig ist eine Vorbereitungsphase, in der Sie Ihr eigenes Suchtverhalten genau analysieren:

Bei welchen Gelegenheiten greifen Sie zur Zigarette?
In welchen Situationen würde es Ihnen schwer fallen, zukünftig auf Nikotin zu verzichten?
Warum würde Ihnen der Verzicht in gewissen Situationen so schwer fallen?
Auf welche Zigaretten könnten Sie am ehesten verzichten?
Je besser Sie vorbereitet sind, desto eher können Sie bei späteren Entzugserscheinungen vernünftig reagieren und gezielte Gegenmaßnahmen ergreifen.
Auch über mögliche Gegenmaßnahmen sollten Sie sich in der Vorbereitungsphase ausreichend Gedanken machen. Natürlich wäre es leichter, wenn man in bestimmten Situationen einfach weglaufen könnte. Doch leider ist das in der Realität nicht immer möglich. Dennoch können Sie lernen, schwierige Situationen zu bewältigen, z.B. mit einer leicht erlernbaren Atemtechnik, die beruhigend wirkt.
Arbeiten Sie auch an Ihrer inneren Einstellung. Es ist völlig falsch, von einem Aufhörversuch zu sprechen. Sie müssen sich bewusst machen, dass Sie schlicht und ergreifend nicht mehr rauchen wollen und werden. Das ist genau die richtige Einstellung, die Sie benötigen, um aus einem Kampf gegen die Nikotinsucht ein Spiel zu machen, das Sie gewinnen möchten.
Als Motivationshilfe kann es sehr sinnvoll sein, wenn Sie sich Ihre ganz persönlichen Gründe notieren, warum Sie mit dem Rauchen aufhören wollen.
Schreiben Sie Sätze wie:
"Wenn ich nicht mehr rauche, hoffe ich, dass ich weniger infektanfällig bin."
"Wenn ich nicht mehr rauche, kann ich mir nächstes Jahr einen tollen Urlaub leisten."
" Wenn ich nicht mehr rauche, verbessert sich meine Kondition."
Benötigen Sie Unterstützung auf Ihrem Weg zum Nichtraucher?
Dann kann ich Ihnen meinen Ratgeber "Sofort Nichtraucher werden" empfehlen.
Weitere Informationen unter www.sofort-nichtraucher-werden.de
Elisabeth Reinecke