Jeder festlich gedeckte Tisch wird besonders schön, wenn er von gefalteten
Servietten geziert wird. In der Branche der Gastronomie wird das Brechen von
Servietten auch heute noch während der Ausbildung gelernt und so mancher Gast hat schon gestaunt, wie kunstvoll die Serviette gefaltet ist.
Die
Kunst des Faltens von Servietten ist eine uralte Tradition und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Erstmals sind gefaltete und gebrochene Servietten in Norditalien entstanden und seit dieser Zeit hat sich die Tradition fortgesetzt. In der heutigen Zeit, in der häufig auch Servietten aus Papier benutzt werden, ist die Falttechnik eine Kunst, die zwar noch gelernt werden kann, aber die weitgehend nicht mehr in Mode ist.
Wer Interesse hat, zu erlernen, wie eine Tafel festlich gestaltet wird und auch im Privaten seinen Tisch für die Gäste außergewöhnlich gestalten möchte kann sich eines der vielen Bücher beschaffen, in denen das Falten der Servietten und die Techniken beschrieben sind. Es bedarf allerdings schon etwas Übung und Geschick, damit die gefalteten Kunstwerke auch wirklich so aussehen, und lässt sich am besten mit Servietten aus Stoff, die 50 x 50 cm groß sein müssen, realisieren. Mit diesem quadratischen Stoffstück lassen sich dann mithilfe von Stärke und der entsprechenden Anleitung kunstvolle Tischdekorationen zaubern, die einer Blume oder auch Tieren ähneln können.
Ganze Ausstellungen widmen sich heute der
Technik des Faltens Servietten und sie geben den interessierten Besuchern einen Überblick über die lange Geschichte dieser Tradition, die hoffentlich nicht aussterben muss. Die gedeckte Tafel mit kunstvoll gefalteten
Servietten ist ein schöner Anblick und gibt dem Tisch das gewisse Etwas.
Klaus-Martin Meyer