Gerti Lucke
... Heute: Meinungsäußerungen zum Artikel im Teil Weißenfels der MZ-WEB.DE über den Kampf Behinderter für mehr Anerkennung und bessere Gleichstellung (03.12.2010)
Hier geht es zum Originalartikel auf der MZ-Webseite:
www.mz-web.de/..Und hier die Leserbriefe dazu:
Das sind keine "KLEINEN" Probleme
05.12.2010, 20.25 Uhr, Gerti
Entschuldigung, Herr "Elf", aber da habe ich eine andere Position dazu. Was Sie als "kleine Wohlstandsprobleme" bezeichnen, führt Deutschland langsam aber sicher immer weiter nach UNTEN. Die Kaufkraft sinkt ständig, Binnennachfrage geht zurück, demzufolge der sog. "Gesamtwohlstand". Und was mich generell bei allen Politkern unendlich nervt: Immer nur wird mit Staaten von noch niedrigerem Niveaus verglichen. Was für eine Entw.-logik? Umgekehrt muss es sein. Staaten wie Rumänien müssen im Niveaus noch OBEN gezogen werden und auch unser Niveaus muss weiter steigen. Es wird viel für "Arme" getan? Wo? Hartz4 um lächerliche 5,00 € erhöht? Billigjobs und 1-€-Jobs bestimmen den Arbeitamarkt und werden als reguläre Beschäftigung ausgewiesen, damit die Arbeitslosenstatistik stimmt. Nein, Deutschland tut angesichts seines Kapitalvermögens viel zu WENIG für gleiche Lebensverhältnisse.
Okay, ich versuche es, die nächste Bundeskanzlerin zu werden...("spaß zurück").
Gerti Lucke, Weißenfels
Falsche Zeit, falscher Ort ...
05.12.2010, 11.39 Uhr, elf
Zitat: "Viel Beachtung findet der kleine Zug nicht" - Wie auch, brennen doch überall die Lichter um diese Zeit. Vielleicht sollte man über einen anderen Termin nachdenken.
@gerti: Oje, böse, böse Zeit. Gut, dass wir in Deutschland diskutieren und nicht in Rumänien oder Bulgarien. Sorry. Sie schreiben hier von kleinen Wohlstandsproblemen. Haben Sie bemerkt, wieviel Aufwände hierzulande für Behinderte, Arbeitslose und Arme getätigt werden?
Gründen Sie doch eine bundesweite Dachorganisation und holen sich prominenten Beistand von Schäuble, Wowereit, Westerwelle und anderen ganz normal anders Seienden für Ihre Lobbyarbeit. Nur Mut.
Schlimm - der Lobbyismus
03.12.2010, 22.44 Uhr, Gerti
Traurig, dass die Gesellschaft immer nur reagiert, wenn Vertreter großer und mächtiger Organisationen anklopfen. Viele Gruppen haben das nicht, z.B. Arbeitslose, Andersartige wie Transsexuelle oder eben auch Behinderte. Obwohl auch gestzlich geschützt, werden auch sie und ihre Probleme an den Rand gedrängt. "Zu spät beantragt", warum nicht auch mal erinnert? Weil es eben nicht wichtig ist, kein Geld oder persönliche Anerkennung bei dieser Hilfe dran hängen. Dabei kann es jeden treffen...
"Lichterketten" mögen ein kleines Signal sein, bewirkt haben sie bislang, überall, fast nichts, leider. Was kann man tun? Die Behindertenverbände ganz Deutschlands sollten sich zentraler organisieren und politisch tätig werden (mit Beschwerden, Eingaben, Anträgen, Petitionen u.v.m..) Den Politikern auf allen Ebenen "auf die Nerven gehen", bis die Bürokratie selbige verliert und mal aus dem Sessel hoch kommt und konkrete Unterstützung anbietet. Mein Respekt für diese Stärke!
Gerti Lucke, Weißenfels