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 Große Firmen verfügen im Unterschied zu den meisten kleineren über ein viel höheres Budget für Paid Search und über professionelle Agenturen. Insbesondere das im Suchmaschinenmarketing geläufige Auktionssystem schrecke regional agierende Unternehmen ab. Wer Keywords mit regionalem Bezug bucht, vermeidet Streuverluste und steigert seine Conversions und den Qualitätsfaktor seiner Anzeigen. Dadurch seien diese Keyword-Gruppen teilweise deutlich günstiger als das einzelne Keyword in einer bundesweiten Kampagne. „Pay per Action" heißt das Abrechnungsmodell, das Google derzeit bei einigen seiner amerikanischen Kunden testet. Bei ihm muss der Werbende erst dann zahlen, wenn es zu der im Voraus definierten Aktion kommt – etwa Kauf oder Adressgenerierung. „Das Feedback war bisher äußerst positiv", fasst Baudis die ersten Ergebnisse zusammen. „Damit erlangen sowohl Werbekunden als auch Seiteninhaber eine höhere Genauigkeit und mehr Kontrolle über ihr Werbebudget." Der Chef von Google Deutschland stellt jedoch klar: „Pay-per-Action ist kein Ersatz für Pay-per-Click, sondern eher eine Ergänzung." Eine, die nach Ansicht Wolfhart Fröhlichs, Country Manager Miva Deutschland in Hamburg, eine deutliche Verschlechterung für die Websitebetreiber darstellt, die einen Sponsored Link auf ihrer Seite einbinden: „Ich kann im Prinzip nur durch eine relevante Einbindung auf meiner Seite darauf hoffen, dass die Klicks in Transaktionen münden. Das Cost-per-Action-Modell bringt mir geringere Vermarktungserlöse als Werbeanzeigen auf TKP- oder Klick-Basis." Die mittelständischen und regionalen Unternehmen für Sponsored Links zu begeistern, ist für die Betreiber der Suchmaschinen auch in anderer Hinsicht wichtig. Denn jenseits des Desktop-PC sehen sie ihre Zukunft insbesondere in der mobilen Suche. Die aber ist für Art2Digital InterMedia Chef Tanriverdio eng mit lokalen Anliegen verbunden. Toni Pelg, Business Manager Search bei der Microsoft Online Services Group, die mit der Windows Live Mobile Search bereits einen Suchdienst für mobile Endgeräte bereitstellt, bestätigt: „Wenn man sie mit Anwendungen wie der mobilen Suche verbindet, hat die lokale Suche ein riesiges Marktpotenzial." Ein Zug, den auch die anderen Suchmaschinen-Betreiber nicht verpassen wollen. So ist Google seit Juni strategischer Partner von Vodafone. Kunden des neuen mobilen Internetdienstes Handy 2.0 erhalten Google Search sowie den Routenplaner Google Maps bereits vorinstalliert.
Den mobilen Angriff startete darüber hinaus im Juni Yahoo mit der deutschen Version von Yahoo One Search. Für Terry von Bibra, Geschäftsführer von Yahoo Deutschland, ist es eine Killer-Applikation im Werbemarkt: „In Europa kommen auf jeden PC neun Handys. Zieht man in Betracht, dass im vergangenen Jahr weltweit über 13 Millionen Nutzer den mobilen Webservice von Yahoo genutzt und dabei 600 Millionen Page Views pro Monat generiert haben, zeigt dies das enorme Potenzial für mobile Werbung auch hierzulande." Der Bedeutung des Themas trägt Yahoo inzwischen mit seiner Business-Unit „Connected Life" Rechnung. Schon jetzt können deutsche Kunden grafische Werbeformate in der mobilen Anwendung schalten. In den USA und Großbritannien ist bereits Keyword Advertising möglich. Wettbewerber Google bietet diese Möglichkeit in Deutschland bereits an – bislang jedoch mit wenig Resonanz. Für Baudis indes kein Grund zur Panik: Die mobile Suche ist ganz sicher ein Zukunftstrend. Aber bis wir in Deutschland mit der Handynutzung so weit fortgeschritten sind wie die Japaner, ist es noch ein langer Weg.
(Horizont)
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