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Das älteste Gewerbe der Welt! Diese mittlerweile allgemeingültige Wahrheit kennt wohl jeder und sie ist sicherlich richtig. Alles, was mit der größten Nebensache der Welt zusammenhängt, ist in der virtuellen Welt verfügbar, da hier heutzutage ein großer Teil unseres Lebens geschieht. Immer öfter finden sich neben Onlinepartnervermittlungen auch Plattformen, auf denen sich Menschen verabreden können, die zwar einen Lebensgefährten haben, aber eben auf der Suche nach einem sexuellen Abenteuer zwischendurch sind.
Von
Seitensprung-Agenturen wie
Matchmaking-24.com ist die Rede, die dem interessierten Kunden die Vermittlung eines passenden Gegenstücks versprechen - diskret versteht sich! Da steht dem gesuchten Ehebruch also nichts mehr im Weg... Klar sind die Vorteile: Ein weitaus größeres Angebot steht den Suchenden online zur Verfügung. Da man ja doch unter einem Pseudonym unterwegs ist, fühlt man sich außerdem ganz einfach anonymer als in der Kneipe um die Ecke. Da man ja davon ausgehen darf, auf Ähnliche zu treffen, sodass seltsame Missverständnisse ausgeschlossen sind, muss man zudem eine gar zu unangenehme Abfuhr nicht befürchten.
Männer müssen für ihre Teilnahme monatliche Beiträge entrichten, welche immerhin bis zu 30 Euro betragen können, während für Frauen solche Vermittlungen zumeist unentgeltlich sind. Die Hürde dieses Mitgliederbeitrags soll die Seriosität der Seite unterstreichen und vor Spaßvögeln und sogenannten "Trollen" schützen. Man(n) macht sich dann auf die Suche nach einem (oder mehreren) Partner(n), die den eigenen Vorstellungen entgegenkommen, anhand eines aufgestellten Profils, für das man Details zur Person und ggf. auch seine Vorlieben und Fotos preisgibt. Den/Die Richtige(n) muss man demnach nur finden! Bestimmt; liegt dort ein Problem: Dass man für sein Geld auch etwas erhält, also einen Partner für den Seitensprung, gibt es auch bei vermeintlich seriösen Partnerbörsen nicht garantiert. Obwohl man Aufwand und auch Geld investiert hat, bleibt die Gefahr, nicht den gewünschten Erfolg genießen zu können.
Hat man allerdings dann jemanden getroffen, der den eigenen Wünschen zu genügen scheint, kann der verbale Austausch beginnen und zur virtuellen Erotik übergehen. Im echten Leben steht die das Treffen an, wenn beide User einverstanden sind. Dass sich beim ersten Treffen die Hoffnungen dann nicht ganz bös getäuscht sehen, bleibt zu wünschen! Der beachtenswerte Nachteil aller derartigen
Internetbörsen liegt sicherlich hierin: Darauf, dass es das Gegenüber der Andere in gleichem Maße ehrlich mit einem meint und die gutgemeinten "Beschönigungen" in der Selbstwahrnehmungnicht zu sehr mit der Realität auf Kriegsfuß stehen, muss man setzen. Denn es lässt sich über die Tatsächlichkeit nicht mehr hinwegtäuschen, sofern es dann früher oder später bei einem realen Treffen ernst wird. Aber sind wir bei der nächsten allgemeingültigen Wahrheit angekommen: Über Geschmack lässt sich streiten...