Bekanntes und Unbekanntes einer Weltmetropole
Die
Metropole Berlin ist mit über 3,6 Millionen Einwohnern nicht nur die bevölkerungsreichste Großstadt Deutschlands, sie ist auch die größte Flächenstadt der Republik und bietet eine nahezu unübertroffene Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, Geschichte zum Anfassen und ein internationales Flair. Ein Charakteristikum Berlins ist das unmittelbare Zusammentreffen von Historie und Neuzeit, sowohl im äußeren Stadtbild, als auch in den Bereichen Kunst und Kultur.
Die Zerstörung der Stadt Ende des Zweiten Weltkrieges führte einerseits zu bizarren architektonischen Kontrasten infolge des Wiederaufbaus.
Zum Anderen entwickelte sich im ehemaligen Westberlin eine multikulturelle Gesellschaft mit Einflüssen auf die heutige Kultur der Stadt.
Das historische Berlin erschließt sich dem Betrachter zunächst in Form monumentaler Bauwerke aus der Kaiserzeit, die nach wie vor das Bild der Innenstadtbezirke prägen. So bildete das Schloss Charlottenburg mit seinem Park und dem Lustschlösschen Bellevedère ein Zentrum der einstigen preußischen Reichshauptstadt im Norden.
Die Staatsoper Unter den Linden, die Humboldt Universität, Zeughaus und der Dom in der Nähe des ehemaligen Stadtschlosses waren der östliche Schwerpunkt der einstigen Kaiserstadt und sind seit der Wiedervereinigung Deutschlands wieder in das Gesamtbild Berlins integriert.
Zu den schönsten
Sehenswürdigkeiten in Berlin aus dem 18. und 19. Jahrhundert zählt zweifelsohne der Gendarmenmarkt im heutigen Bezirk Berlin-Mitte. Er wird mir dem Schauspielhaus und seinen zwei Kuppeltürmen als einer der schönsten Plätze Europas bezeichnet und ist bei Gästen aus aller Welt ebenso bekannt wie das Brandenburger Tor oder das Reichstagsgebäude, dem heutigen Sitz des Deutschen Bundestages.
Eine Schnittstelle zwischen historischem und neuzeitlichem
Berlin mit Symbolcharakter ist die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche am Kurfürstendamm, die in ihrem zerstörten Zustand aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten wurde und als Mahnmal gegen Krieg und Vernichtung für Besucher zugänglich ist.
Sie ist umgeben von modernen Bauwerken, wie dem Hochhaus des Europacenter und Geschäftshäusern, in denen sich gleich mehrere Baustile der letzten 60 Jahre widerspiegeln.
Als neues Wahrzeichen der Stadt entstand am Potsdamer Platz ein Quartier der Moderne, das neben dem Regierungsviertel an der Spree und zahlreichen Botschaftsneubauten den neuzeitlichen Charakter des wiedervereinigten Berlins prägt. Für das moderne Berlin steht auch die Kunst, die in der Stadt in allen Facetten erlebbar ist.
Originale berühmter Maler, wie Caspar David Friedrich, Claude Monet und Pablo Picasso befinden sich in der Berliner Nationalgalerie mit ihren zahlreichen Nebenstellen im Stadtgebiet, in öffentlich zugänglichen Privatsammlungen oder in anderen städtischen Galerien. Museen aller Art gewähren Berlinern und Gästen der Stadt Einblicke in Kunst und Kultur mehrerer Epochen, sowie in Wissenschaft und Forschung.
Frank Baldauf