Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel
Zuletzt war es im Jahr 2006 gewesen, als Deutschland im Formel 1 Zirkus als Weltmeister herausgegangen ist und damals konnten wir Michael Schumacher feiern. Nun hat es endlich wieder geklappt, dank dem Team von Red Bull und unserem Weltmeister-Fahrer Sebastian Vettel. Nach dem Sieg auf dem Yas-Marina-Circuit schwappten die Emotionen wohl bei allen über. Vettel bedankte sich unter Tränen bei allen Unterstützern und der Chef von Red Bull – mit Namen Dietrich Mateschitz – musste sogar ein Interview mit dem Fernsehen Minuten nach hinten verschieben, um sich fangen zu können.
Wie sah es währenddessen aber bei der Konkurrenz aus? Besonders Alonso, der für Ferrari gefahren ist, zeigte sich vor diesem letzten Rennen immer wohlwollend gegenüber seinem ärgsten Konkurrenten Vettel. Beinahe tiefstablerische äußerte er sich über die technische Überlegenheit des Red Bull Teams und betonte die Schnelligkeit ihrer Autos, selbst wenn er in Punkteführung war. Auch jetzt zeigte man sich fair gegenüber den verdienten WM-Siegern: „Ich gratuliere Sebastian zum WM-Titel" sagte Alonso nach dem Rennen und sein Teamkollege Webber unterstrich den deutschen Sieg mit: „Die Weltmeisterschaft ist vorbei. Wir alle haben irgendwann geführt, aber Seb führte zum richtigen Zeitpunkt, nämlich am Ende."
Tatsächlich ist die Entscheidung sogar damit gefallen, dass Ferrari sich im Poker um die Boxen-Stops verschätzte. Zwar setzten sich die Fahrer des Red Bull Teams schnell von der Konkurrenz Ferrari ab, aber die Entscheidung Alonso schon in der elften Runde in die Box zu holen, besiegelte das Geschehene. Der Grund für den frühen Boxenstopp war der Druck auf den Ferrari-Fahrer, seine WM-Führung zu retten und so pokerte man mit diesem Stop. Dennoch setzte Webber das Team weiter unter Druck und so zog man in der 13. und 15. Runde die Fahrer wieder in die Box. So besiegelte diese Fehlentscheidung den WM-Ausgang. Aber so es das auch beim Pokern, wie in der Formel eins; manchmal muss man sein Blatt einfach nach besten Wissen spielen und hoffen. Diesmal war das Blatt der Konkurrenz aber besser.