Blutkonserven – Gebraucht werden sie Tag für Tag!
Bielefeld, 28. Juni 2009. Zur Teilnahme an der bundesweit ersten offiziellen Erhebung über Spendeverhalten und –bereitschaft zur Blutspende, rufen der Verein „Schwules Blut" und die Online-Community GAYS.DE schwule und bisexuelle Männer auf. Ab Montag, 29. Juni 2009 wird die Online-Umfrage für die kommenden sieben Tage auf der Startseite von GAYS.DE geschaltet sein. Gesucht werden vor allem schwule und bisexuelle Männer, die ihre Bereitschaft zur Blutspende sowie ihre Erfahrungen in einem übersichtlichen Fragenkatalog per Mausklick beantworten. Sexuell anders Orientierte sind von der Umfrage jedoch nicht ausgenommen.
Derzeit existiert in Deutschland keine offizielle Erhebung zu den Spendegewohnheiten von schwulen und bisexuellen Männern. Der Verein „Schwules Blut" und
GAYS.DE möchten in einer repräsentativen Umfrage die Bereitschaft zur Spende in eben diesen Personengruppen erheben.
Wussten Sie, dass viele Männer kein Blut spenden dürfen?In Deutschland zählen schwule und bisexuelle Männer laut den Richtlinien der Bundesärztekammer zur ‚Risikogruppe' potentieller Spender. Dabei werden sie in einem Atemzug mit Prostituierten und Drogenabhängigen genannt und somit ebenfalls von der Knochenmark-, Plasma- und Blutspende ausgeschlossen. Der momentan auszufüllende Spenderfragebogen lässt keinerlei Ausnahmen zu.
"Unser Ziel ist die Änderung des Spenderfragebogens. Jeder muss nach seinem konkreten und individuellen Sexualverhalten befragt werden - unabhängig von der sexuellen Orientierung. Wichtig ist allein die Frage: Schützt sich der Spender oder schützt er sich nicht? Nicht aber die Frage nach Hetero-, Homo- oder Intersexualität.", so Lars Martens, Vereinssprecher von „Schwules Blut".
Die Ergebnisse der
Online-Umfrage werden nach Auswertung auf der Jahrespressekonferenz von „Schwules Blut" präsentiert werden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.
Zum Verein „Schwules Blut""Schwules Blut" ist ein Verein mit homo- und heterosexuellen Mitgliedern. Sie alle haben zusammengefunden, um sich gegen die ungerechte Behandlung homosexueller Männer bei der Blutspende und/oder Plasmaspende zu wenden. Jedoch geht es dem Verein nicht nur um den Abbau von Diskriminierung bei der Blutspende - sondern auch darum, dass künftig mehr und vor allem sicherere Blutspenden in Deutschland gewonnen werden können.