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Schwimmen ist gesund - allerdings nur mit der richtigen Technik

Autor: SveaHagen | Erstellt am: 27.08.2009 | Gelesen: 1465
Kategorie: Sport - Fitness & Workouts | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Schwimmen will gelernt sein - Informieren Sie sich

Schwimmer - Bildquelle: Maria Lanznaster, pixelio.de
Schwimmer - Bildquelle: Maria Lanznaster, pixelio.de
Joggen geht auf die Gelenke, Rollerbladen ist gefährlich, Fahrrad fahren mag auch nicht jeder - doch mit welchem Sport tut man seinem Körper nun etwas Gutes, ohne ihn zu belasten? Die Antwort ist einfach: mit Schwimmen. Das Internet-Gesundheitsportal imedo.de informiert: Auch hier kommt es auf die richtige Technik an.

Fast schwerelos gleitet man beim Schwimmen durchs Wasser. Doch so locker die Gymnastik im Becken auch scheint - zurück an Land schmerzen manchem Wassersportler die Knie, die Schultern und der Rücken. „Ein gesunder Mensch macht sich die Gelenke beim Schwimmen nicht kaputt", beruhigt Professor Klaus-Michael Braumann vom Institut für Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg besorgte Schwimmer. Die Sportart sei sogar besonders gelenkschonend. „Durch den Auftrieb des Wassers reduziert sich die Belastung durch das Körpergewicht um ein Vielfaches", erklärt Braumann.

Durch das Schwimmen bemerken Sportler Gelenkschädigungen

Verspüre man während des Schwimmens Gelenkschmerzen, könne das eher daher rühren, dass lange geschonte Gelenke nun bewegt werden. „Dadurch bemerkt man dann vielleicht Schädigungen, die schon länger vorliegen", sagt Braumann. Vor allem das Brustschwimmen ist als problematisch in Verruf geraten. „Wenn man den Beinschlag beim Brustschwimmen sehr schnell ausführt, wird das Innenband am Knie tatsächlich stark belastet", bestätigt Braumann. Allerdings trete dieses sogenannte Brustschwimmerknie nur bei Leistungssportlern auf.

Brustschwimmen will gelernt sein

Doch auch Laien sollten bei diesem Schwimmstil vorsichtig sein. „Viele Menschen beherrschen das Brustschwimmen einfach nicht richtig und beanspruchen ihre Gelenke möglicherweise falsch", sagt Angelika Heck-Darabi vom Deutschen Verband für Physiotherapie in Köln. Der Schwimmer biegt vor allem die Wirbelsäule unnatürlich durch und beansprucht sie, wenn er seinen Kopf beim Schwimmen immer aus dem Wasser strecke. „Auch die Knie werden in Mitleidenschaft gezogen, wenn Laien den Beinschlag eher mit dem Kniegelenk als wie vorgesehen aus der Hüfte heraus ausführen", sagt Heck-Darabi. Sie empfiehlt daher vor allem Menschen mit Rückenproblemen eher das entlastende Rückenschwimmen: „Auch das Kraulschwimmen ist, wenn man es richtig beherrscht, für Knie und Rücken gesünder als ein schlecht ausgeführter Brustschwimmstil."

Beim Schwimmen öfter mal die Position wechseln

Viele Leute plagen nach dem Schwimmen Nackenschmerzen. „Das kommt meist daher, dass sich der Schwimmer zu sehr verkrampft. Um die Nackenmuskulatur etwas zu entlasten, sollte man nicht nur stur seine Bahnen ziehen, sondern immer mal wieder die Position wechseln", rät Braumann. Man könne sich im Wasser ab und zu zur Seite drehen und eine Zeit lang so weitergleiten, und auch ein paar Schwimmzüge auf dem Rücken brächten dem gestressten Nackenmuskel Ablenkung. Ein weiteres Belastungsproblem, das bei Amateurschwimmern häufig auftritt, ist die sogenannte Schwimmerschulter. „Bei der typischen Schwimmbewegung mit nach außen gedrehten Handflächen wird der Innendreher-Muskel stark trainiert. Sein Gegenspieler, der Außendreher, verkümmert dagegen ein bisschen", erklärt Braumann. Durch dieses Ungleichgewicht könnten am Schultergelenk Schmerzen entstehen, da der Gelenkkopf nicht mehr stabil bewegt werde. „Wer regelmäßig schwimmt, sollte daher darauf achten, beide Muskelpartien beispielsweise mit einem Gymnastikband zu trainieren", sagt Braumann.

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