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Schwerhörigkeit im Alter sollte dringend behandelt werden!

Autor: drdewes | Erstellt am: 03.01.2010 | Gelesen: 2561
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Ab dem 60. Lebensjahr sollte sich jeder einmal beim HNO Arzt vorstellen und einen Hörtest machen lassen.

Dr. Holger Dewes
Dr. Holger Dewes
Verstehen sie ihren Nachbarn bei Umgebungsgeräuschen schlecht? Fällt es ihnen immer schwerer einem interessanten Gespräch zu folgen oder Beschwerden sich ihre Mitbewohner über das zu laute Fernsehen?

Das können Anzeichen für eine beginnende Schwerhörigkeit sein. Ab dem 50. Lebensjahr nimmt die natürliche Leistungsfähigkeit unseres Gehörs kontinuierlich ab. Ist man in seinem Beruf auch hohen Lautstärken ausgesetzt, kann die Hörstörung noch größer sein. Nicht nur Verschleißerscheinungen an den Haarzellen des Innenohres führen zu diesen Problemen, sondern auch der Hörnerv und das Hörzentrum im Gehirn lassen im Alter nach. Viele Betroffene geben dies - auch sich selbst gegenüber - nicht zu, der Hörtest kann hier Klarheit verschaffen. Unbehandelte Altersschwerhörigkeit kann vorzeitigen geistigen Abbau, sozialen Rückzug und Unsicherheit bei der Bewältigung des Alltags, beispielsweise im Straßenverkehr, zur Folge haben.

Deshalb ist der Gang zum HNO-Arzt bei den ersten Symptomen so enorm wichtig. Nur wenn eine Hörstörung frühzeitig erkannt wird, kann sie erfolgreich behandelt werden. Generell sollte sich jeder ab dem 60. Lebensjahr alle 2 Jahre vom Hals- Nasen- Ohrenarzt vorsorglich untersuchen lassen.

Wird vom HNO Arzt eine beginnende Schwerhörigkeit festgestellt, die sogar schon mit einem Hörgerät versorgt werden muss, dann scheuen Sie sich nicht davor! Wenn man zu spät mit einer Hörgeräteversorgung beginnt, dann kann es schon zu spät sein. Mit der Zeit „vergisst" der Mensch das Hören! Je früher man sich mit einem Hörgerät anfreundet, desto mehr Freude wird man im hohen Alter daran haben. Denn eins ist sicher: Das Hören wird im Alter nicht mehr besser

Es besteht auch gar kein Risiko! Wenn der HNO Arzt ein Hörgerät empfiehlt, dann kann man diese ausprobieren - so lange, wie man zur Entscheidung braucht. Auch wenn es 8 Wochen dauern sollte. Entweder wird der HNO Arzt sie direkt mit einer Hörhilfe versorgen oder sie gehen zum Hörgeräteakustiker ihres Vertrauens.

Die Krankenkasse übernimmt nahezu die kompletten Kosten für eine Hörgeräteversorgung. Sie bezahlt natürlich keinen Mercedes, sondern „nur" einen VW Polo. Aber ein VW Polo ist ja ein gutes Auto und reicht für kleine Stadtfahrten vollkommen aus. Wer jedoch zögert und sich zu spät für eine Hörhilfe entscheidet, der kommt selbst mit einem Rolls Royce am Ohr nicht mehr klar.

Also: Bei den ersten Anzeichen einer Hörstörung sollte der HNO - Arzt aufgesucht werden.

Kontakt: Dr. med. Holger Dewes, Saarlouis, www.drdewes.de
 
 
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