Schwitzende Füße - Bei Schweißfüßen ist die Haut permanent feucht
Schweißfüße sind für die Betroffenen ein extrem schweres Problem und sie leiden sehr darunter. Es kann sogar so weit führen, dass unter dem Fußgeruch Partnerschaften zerbrechen und Freundschaften auseinandergehen.
Schweißfüße wirken auf die Mitmenschen extrem abstoßend und so ist es für Betroffene sehr wichtig Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Unsere Füße müssen eine Menge aushalten, jedoch schenkt man ihnen im Alltagsleben meist keinerlei Beachtung. Schuhe sollen in erster Linie modisch sein und den Ansprüchen optisch genügen. Meist spielt auch der Preis der Fußkleider eine Rolle. Wer denkt da schon an ein gutes Fußbett oder die optimale Belüftung der Schuhe.
Erst wenn sich unsere Füße melden schenkt man ihnen Beachtung. So ist Hyperhidrosis, zu Deutsch
Schweißfuß, ein weit verbreitetes Problem. An den Füßen befinden sich, ähnlich wie an den Handinnenflächen, sehr viele Schweißdrüsen, auf jedem Quadratzentimeter an die fünfhundert.
Schwitzende Füße sind etwas ganz normales, werden jedoch zum Problem wenn die Schweißproduktion außer Kontrolle gerät. Nach wie vor ist es mit Scham behaftet über den eigenen Fußgeruch zu sprechen. Besonders belastend wird es, wenn auch andere den unangenehmen Geruch bemerken. Dann werden besinnliche Stunden zu zweit ebenso zum Problem wie der Schuhkauf oder spontanes Barfuss laufen. Der Schwimmbadbesuch kann zum Spießrutenlauf werden und Dinge die zuvor ganz normal erschienen werden plötzlich unangenehm. Die Lebensqualität wird durch die Geruchsbelästigung meist drastisch eingeschränkt.
Bei
Schweißfüßen ist die Haut permanent feucht, sodass ihre Hornschicht aufquillt. Häufig liegt die Ursache in einer Überaktivität des vegetativen Nervensystems oder in einer abnormen Größe der Schweißdrüsen. Jedoch können auch zahlreiche andere Faktoren das Auftreten und den Verlauf begünstigen. Das Schuhwerk und die tägliche Fußpflege sollten, nicht nur im Sommer, einer Prüfung unterzogen werden.
Die Schuhe sollten atmungsaktiv sein und wenn es möglich ist sollte auch mal ganz auf sie verzichtet werden. Strümpfe sollten niemals aus Synthetikfasern bestehen, weil diese die Schweißproduktion anregen. Baumwolle gilt als geeignetes Material. Dennoch sollten die Socken so häufig wie möglich gewechselt werden. Neben regelmäßigen Fußbädern, kann man auch auf Fußcremes und geruchshemmende Einlegesohlen (mit Aktivkohle) zurückgreifen. Fußpuder kann ebenso hilfreich sein, wie die Entfernung überschüssiger Hautschichten mittels eines Hornhauthobels.
Wem all diese Hausmittel nicht helfen können, der sollte sich vertrauensvoll an die Mediziner wenden. Diese führen zunächst eine Therapie mit Aluminiumchlorid durch oder wenden eine Leitungswasseriontophorese durch.
Doch auch wenn diese Mittel nicht den gewünschten Erfolg bringt ist noch nicht alles verloren. Denn die Schönheitsdoktoren verfügen über ein Mittel, das nicht nur Falten vernichtet: Botox oder Botulinumtoxin. Dieses kann, im Abstand von sechs Monaten verabreicht, die Schweißproduktion fast komplett zum Erliegen bringen. Der Eingriff wird unter leichter Narkose durchgeführt und kann beliebig häufig wiederholt werden.
Marco Weiß