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Schwangerschaft mit dem göttlichen Kind - Rainer Sauer/Deushomo

Autor: revhoros | Erstellt am: 27.12.2010 | Gelesen: 372
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Männer können auch eine Schwangerschaft zelebrieren, wenn auch "nur" mit ihrem inneren Kind.

Rainer Sauer/Autor
Rainer Sauer/Autor
Dies ist eine autobiographische Liebes Geschichte mit integrier­tem Happy End, die ich vor ein paar Jahren selbst als Haupt und Neben Darsteller erlebte und bei der ich praktisch im Zeitraffer miterle­ben durfte, wie ich in einem dreitägigen Traumzyklus in Liebe mit mir selbst und meinem Göttlichen Kind war. Also in den drei besagten Tagen die Zeugung, die Befruchtung und die anschließende Schwangerschaft mit mir selbst erlebte und im Finale Grande bewußt an der Geburt mei­nes eigenen himmlischen Kindes teilnahm. Das Geborenwerden meines himmlischen Kindes erfuhr ich als Bewußtseins Geburt in mir selbst, also nicht chronologisch als Folgeerscheinung der Schwangerschaft, sondern als Bewußtwerdung meines göttlichen Seins während des ganzen Prozes­ses hindurch. Es ist nun schon eine ganze Weile her, da nahm ich mir eine kleine Besinnungs Zeit und ging für ein paar Tage ins Kloster. Ich wollte mit meiner Sexualität Aussöhnung suchen und finden und eigentlich auch ganz speziell für mich die Frage beantwortet sehen, ob ich mich nun „endgültig" für den kontinuierlichen Klosteraufenthalt entscheiden sollte, um meine persönlichen Studien und mystischen Erfahrungen zu unter­stützen, oder ob die weltliche Alternative für dasselbe Studium zu bevor­zugen sei. Also um definitiv zu ermitteln, ob das zurückgezogene Eremiten Dasein das Richtige und Förderliche für meine Ziele sei oder ob das Klosterleben nun doch eher einer Flucht vor dem „richtigen" Leben gleichkommt und es wichtiger für mich sei, Weltliches zu leben und zu erfahren, sprich: Sexualität, Familie, Frau und Kinder und all die Gefühle, die damit unmittelbar verbunden sind in mein tägliches Leben, in meinen zukünftigen Lebensraum zu bitten, also gewöhnlicher menschlicher Erfahrung als solches Einlaß in mein Leben zu gewähren. Um auf diesem Wege des Alltäglichen meiner Gottes Erfahrung und meiner persönlichen Bewußtwerdung dienlich zu sein.

Es war allerdings nicht so, daß ich das eine dem anderen vorzog, also vielleicht aus moralischen oder sonstigen Gründen dem einen eine bessere Bewertung angedeihen ließ als dem erwähnten anderen, sondern eher daß ich gerne beides machen wollte, dies sich aber scheinbar ge­meinsam nicht vereinbaren und verwirklichen ließ. Was wiederum hieß, daß sich hierbei bereits so einige scheinbar gegenseitig aktivierte Hinder­nisse zeigten, die eine Veränderung meinerseits provozierten, also daß schon längere Zeit die Entscheidung für eine von den beiden Möglich­keiten für mich anstand, um klarere eindeutigere Schritte in die jeweilige Richtung gehen zu können. Jedenfalls war ich in diesem Kloster ange­kommen, und ich mußte wieder einmal feststellen, daß einer klar umris­senen Frage mit der ehrlichen Bereitschaft, die Antwort auch wirklich hören zu wollen , gewissermaßen eine prompte Antwort als zwingendes Resultat innewohnt oder daß zumindest die erwünschte Beantwortung bei klar definierter Frage auch nicht lange auf sich warten läßt. Schon am ersten Tag hatte ich eine nähere Begegnung mit der Grund Thematik an sich, was sich in der darauffolgenden Nacht in relativ klaren Bildern wi­derspiegelte.

In dieser Nacht hatte ich einen Traum, bei dem ich im Wald um­herirrte und plötzlich vor einem kleinen Bäumchen stand, welches am Stamm eine Art Pilzbewuchs hatte, was im Nachhinein betrachtet eigent­lich nichts wirklich Bedrohliches ausstrahlte. Dieses pilzartige Gewächs erspäht, packte mich jedoch eine unbeschreibliche Angst, ergriff mich eine Abscheu, die wirklich schrecklich war, und ich riß das Bäumchen samt Pilzbewuchs heraus und rannte, als ob es um Leben und Tod ginge, von Angst besessen weg. Ich rannte und rannte durch den Wald und wäh­renddessen, als ich versuchte, mit größter Eile vor etwas Imaginären zu entfliehen, wachte ich wieder auf. Es war ein sehr sanftes Aufwachen, eine Art Gleiten von einer Bewußtseins Ebene zur anderen und mit dem Ergebnis, daß sich beide überschnitten, ich also beide gleichzeitig wahr­nehmen konnte. Das bedeutete, daß ich nun im wachen Zustand den Traum, in dem ich mich gerade noch befand, genauso real vor mir hatte wie der sogenannte Wachzustand , in dem ich mich zu diesem Zeitpunkt auch befand. Es war unschwer zu erkennen, daß ich in diesem Traum meine Angst erlebte, die verhinderte, daß das Leben als solches stattfand, weil ich aus dieser kleinen scheinbaren Bedrohung heraus das Leben schon im Ansatz entwurzele. Ich löschte also aus Angst, da könnte etwas Negatives geschehen, auch das Positive mit aus. Daß es für mich also lebensnotwendig ist, ein wenig Geduld aufzubringen und trotz Angst abzuwarten, bis die Dinge sich als offensichtlich positiv oder negativ entpuppen und ich dann das eine von dem anderen trennen kann. Ich also das Bäumchen wachsen lasse, und erst wenn ich klar eine destruktive Pilzart erkennen kann, also wirklich klar definieren kann, daß da etwas Lebensfeindliches ist, was nicht erwünscht ist, es dann erst entferne und damit gewährleiste, daß das Bäumchen an sich weiterleben und weiter­wachsen kann. Es war mir in dem Moment doch sehr deutlich bewußt, daß ich aus meiner Angst heraus oftmals sehr ungestüm reagiere und somit dem Wunder des Lebens entgegenwirke. Ich also in vielerlei Hin­sicht von dieser nicht in der Realität verwurzelten Angst beraten mich der bewußten Teilnahme am Leben verweigere, nur um mich prophylaktisch vor einer potentiellen Bedrohung zu schützen. Mir war in diesem Moment also auf sehr pragmatische Weise bewußt, daß eine achtsame und gedul­dige Annäherung, eine vertrauensvolle Begegnung mit dem Leben ange­raten sei, wenn ich dem Wachstum desselben unterstützend entgegenge­hen will und an kreativer Lebendigkeit teilhaftig sein möchte.

Dieser Traum hatte mir also offensichtlich sehr viel Bewußtseins-Klarheit geschenkt. Und offenbar hatte dieses Erlebnis auch auf tieferer Ebene eine signifikante Auswirkung auf mich. Ich hatte näm­lich schon in der darauffolgenden Nacht einen weiteren Traum, der mich unmittelbar in die gleiche Qualität von Bewußtheitsebene und Realitäts Dimension führte. Und der zum einen deutlich spürbar eine nachzuvollziehende Fortsetzung der vorigen Nacht war und folgerichtig ein Aufbauen auf die nun bereits schon von mir assimilierten Kenntnisse aufzeigte. Ich sah nämlich als erstes ein klassisches Bild voll lebens bejahender Energie, zwei wunderschöne tobende weiße Wild Pferde in einer weiten freien Natur Idylle. Ein Bild, das Lebendig­keit, Lebensfreude, Lebenslust und Leidenschaft versprühte. Und mir war paradoxerweise sofort präsent, daß Behutsamkeit, Achtsamkeit und Ge­duld Grundvoraussetzungen für das jetzige Erleben von Nähe und Inti­mität, also für die Teilnahme an diesem Natur Schauspiel waren und auch grundsätzliche Erfordernisse für die potentielle weitere Annäherung sind. Und gleichzeitig erinnerte ich mich, daß ich dies gestern in diesem ande­ren Traum bereits als Botschaft erhielt. Also dem Leben mit Behutsam­keit und Vertrauen entgegenzugehen und nicht gleich wegzurennen oder gar destruktive Handlungen ausführen zu müssen. Und die Verbindung zwischen den beiden Träumen und ihren Botschaften mußte ich erstaunli­cherweise nicht etwa durch eine logische Schlußfolgerung verknüpfen, nein, es war eine Ebene, ein Traum, eine Realitäts-Dimension, die beide untrennbar miteinander verband. Es war einfach so eindeutig, daß ich mich gestern sowie im gerade erlebten Moment auf einer ganz spezifi­schen Schwingungs Ebene befand, bei der eine klar definierte Informations Übermittlung stattfand, ich also gleichzeitig beide Informations Pakete abfragen konnte.

Dies und noch einiges mehr nahm ich nun alles simultan wahr, und während ich diese zwei Pferde, diese wunderschönen Wesen mit ihrer Ausstrahlung von Lebensfreude und Lust betrachtete, hatte meine innere Haltung der Achtsamkeit auch schon seine direkte Wirkung gezeigt. Ich sah nun überdimensional den Kopf des einen Pferdes und konnte jede Bewegung, jedes allerkleinste Beben sehen. Manchmal sah ich dann nur noch einen kleinen Ausschnitt des Kopfes wie z. B. die Nüstern, und dies war wie eine Makro Aufnahme mit einer unglaublichen Bildauflösung. Ich konnte wirklich jede Pore und sein Ein und Ausatmen sehen und auch sein ganz leicht rhythmisches nervöses Hin und Herwiegen. Es war, als ob ich gleichzeitig von innen und von außen her betrachtete, mir sich also das Intimste in einer Art Transparenz offenbarte. Ich befand mich offenkundig in einem Akt des Liebens , was sich mit der nächsten Szene, die sich nun übergangslos daraus entwickelte, überaus deutlich versinn­bildlichte. Ich sah nämlich, wie sich die zwei sich inzwischen liebenden Pferde in ein eng umschlungenes menschliches Liebespaar verwandelten. Und nach einer Zeit des homogenen Fließens, sich miteinander Bewegens und Verschmelzens, kehrte eine Art unbeschreibliche Stille und Ruhe ein. Die Zeit stand praktisch urplötzlich still, und die Welt hatte aufgehört, sich zu bewegen. Und alles war plötzlich mit Liebe durchdrungen, mit dem tiefen Wissen, daß Vereinigung und Befruchtung stattfand, daß ein Wieder Zusammengefügtsein der Pole, ein Eins Werden und Miteinan­derverschmelzen gerade neues Leben gebärt. Daß dieser Zeitpunkt des Stillstandes, dieser Moment der Ruhe und Bewegungslosigkeit gerade eben die Geburtsstunde weiteren göttlichen Lebens verkündete. Wie­derum wachte ich sanft auf und lag noch minutenlang, gleichzeitig in beiden Ebenen existierend auf dem Bett, war erstaunt, fasziniert und von Liebe erfüllt.

Als ich nun den nächsten Tag mit dem „Üblichen" verbrachte, womit man sich so in einem Kloster beschäftigt, war ich eingehüllt in dem Erlebten und untrennbar damit verwachsen. Wie von Engeln beseelt schwebte ich durch den Tag und genoß den Überfluß von Liebe, an dem ich in mir und in dem, was ich im Außen betrachtete, vollkommen teil­nahm. Dem nicht genug, gab es ja auch noch eine kommende Nacht, und wenn ich es auch nicht erwartete, daß sich das Ganze tatsächlich fortset­zen sollte, war ich auch nicht im geringsten erstaunt, als ich mich zu ge­gebener Stunde, also in der darauf folgenden Schlafens Zeit, wieder in einem Traume befand. Dieses Mal war es wirklich kurz und prägnant. Ich wachte nämlich im Traum auf und nahm mich in einem unendlichen schwarzen und leeren Raum wahr. Ich realisierte, daß ich nackt war und begann langsam mit meinem Blick, der noch in der Dunkelheit in die Ferne blickte, an mir selbst abwärts zu wandern. Und da sah ich diesen unglaublichen Bauch, zweifellos ein eindeutiges Zeichen dafür, daß etwas mit mir geschehen war. Ich war weder geschockt noch ernstlich verwun­dert. Ich befand mich nur für einen Augenblick lang in absoluter meditativer Stille und betrachtender Andacht. Und dann stieg die Er­kenntnis in mir ganz sanft zur Bewußtheit auf, fast wie ein Balsam, wel­ches meine Speiseröhre entlang nach oben fließt und sich beruhigend aus dem Mund ergießt. „Ich bin schwanger!" hörte ich mich selbst sagen! Und somit hatte ich die zu Worten gewordene Erkenntnis ausgesprochen und erfreute mich der Glückseeligkeit. Das war ein Moment, der Schön­heit, Liebe, Mitgefühl, Dankbarkeit und Glückseeligkeit untrennbar mit­einander verband. Also praktisch alle positiven Aspekte im Hier und Jetzt vereinigte und mich vollkommen durchströmte.

Einige Augenblicke später sah ich nun mir gegenüberstehend er­scheinend eine Freundin, ein lieber Mensch, der mir viel bedeutete und über deren Anwesenheit ich mich still erfreute. Und mit diesem unbe­schreiblichen Gefühl des Erfülltseins, des Ganzseins verkündigte ich ihr: „Stell dir vor, ich bin schwanger!" Und es war so, als ob ich es in erster Linie zu mir selbst sprach und dann nochmals bestätigend zur Welt als Ganzes sagte. Und wiederum fand ich mich in meiner kleinen Kloster­zelle wieder und war überwältigt von dem, was mir gerade begegnete. Ich lag auf dem Bett und ich streichelte zärtlich meinen Bauch. Und in der Gewißheit, daß da Leben darinnen war und daß ich gerade schwanger mit meinem inneren göttlichen Kind bin, schlief ich wieder mit mir und der Welt in grenzenlosem Frieden ein. Als ich am nächste Morgen erneut erwachte, war es das erste, daß ich meinen Bauch wiederum liebevoll streichelte und Verbindung zu dem aufnahm, was darin gerade erwächst. Dies war ein Zustand, welcher mir glücklicherweise die nächsten paar Wochen erhalten blieb. Nicht selten fiel es mir auf, daß ich auf einem Stuhl saß und ich eine äußerst ungewöhnliche Sitz Haltung einnahm, die für gewöhnlich nur schwangere Frauen inne haben und ich dabei genüß­lich meinen Bauch liebkoste. Eine sehr angenehme Angewohnheit, wel­che mich nun für eine gewisse Zeit auf meinem Lebensweg begleitete und die mich mit Leichtigkeit immer wieder mit meiner Weichheit, Zartheit und Liebe verband. Und mich stets an die Existenz des göttlichen Kindes in mir erinnerte, was ich nun bewußterweise mit Bedachtsamkeit aufzog.

 
 
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