
Was bewegt einen Nudelhersteller von der Schwäbischen Alb dazu, Nudeln in Eisbärenform herzustellen? „Ganz einfach: Kinder lieben Eisbären und Kinder lieben Nudeln – die Verbindung zwischen beidem ist nun die Wilbär-Nudel", freut sich Klaus Freidler, der Inhaber des Nudelspezialisten Alb-Gold aus Trochtelfingen. „Nachdem Wilbär Mitte April seine schützende Behausung in der Wilhelma verlassen hat, wird es nun Zeit, dass die Wilbär-Nudeln aus Hartweizengrieß unsere Teigwarenfabrik verlassen, um vor allem bei den Kindern als Lieblingsgericht auf dem Teller zu landen", erklärt der Firmenchef mit einem Lachen weiter.
Das Familienunternehmen ist bekannt für seine Innovationsfreude und die große Sortimentsvielfalt mit weit mehr als 100 unterschiedlichen Nudelformen. Eine Spezialität sind zudem Nudelfiguren und -formen. Da lag es nahe, zusammen mit der Stuttgarter Wilhelma, die Wilbär-Nudel zu entwickeln. „Das anspruchvollste an der Entwicklung einer neuen Nudel ist natürlich die Formherstellung", erklärt Betriebsleiter Michael Köstler. „Uns kam es darauf an, den Eisbären möglichst real darzustellen, so dass dieser nicht kitschig wirkt", erläutert der Lebensmittelingenieur. Zusammen mit der Wilhelma und dem Hersteller der Matrizen, wurde die spezielle Form festgelegt, durch welche der Teig schließlich gepresst wird.
Aber wie entsteht nun genau die neue Wilbär-Nudel? In einem großen Teigmischer wird die Masse aus Hartweizengrieß und Wasser zu einem gut formbaren Teig vermengt. Danach wird dieser mit hohem Druck und unter Vakuum durch die Wilbär-Form gedrückt. Ein rotierendes Messer schneidet die Nudeln auf die richtige Länge. Danach muss Wilbär in den großen Trocknern der Nudelfabrik schwitzen. Der Wassergehalt wird reduziert, um den Nudel-Eisbären haltbar zu machen. Nach drei bis vier Stunden verlässt Wilbär die Sauna „gut ausgetrocknet" mit einem Wasseranteil von maximal 13 Prozent. In einer kurzen Ruhepause kann er seine Temperatur herunter kühlen, bevor es dann in den Verpackungsbereich geht. Dort werden die kleinen Nudel-Wilbären in Gruppen zusammen in eine 250 Gramm-Packung gesteckt. Am Schluss erhalten die Packungen noch ein Etikett und einen Anhänger. Auf diesem finden Interessierte im Übrigen viele Informationen über den kleinen Star der Wilhelma und sein Zuhause.
Zukünftig wird der kleine Wilbär nicht nur den Besuchern in der Wilhelma viel Freude bereiten, sondern auch in Nudelform die Herzen der Kinder höher schlagen lassen. Da freuen sich bestimmt auch die Eltern, wenn die Kleinen den Wilbär „zum Fressen gern" haben.
Tipp: Wer gerne selbst sehen möchte, wie Wilbär-Nudeln und weitere Teigwarenspezialitäten entstehen, der kann den Gutschein auf dem Packungsanhänger der Wilbär-Nudeln nutzen – im Alb-Gold Nudelcenter in Trochtelfingen gibt's dafür eine Gratis-Führung durch die Gläserne Produktion.