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Schwacher Dollar, starke Wall Street

Autor: Taipan | Erstellt am: 01.06.2007 | Gelesen: 2001
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - 2007 schwächt sich das US-Wachstum ab.

Doch kräftige Konsumausgaben, Unternehmensgewinne und fallende Zinsen beflügeln die Kurse. Digitalkameras für Kinder, I-Pods oder die neue Sesamstraßenpupe Emlo-das sind laut Wirtschaftsprüfer Ernst & Young die Verkaufshit für die kommende Weihnachtszeit. Der Absatz brummt: Die Amerikaner geben 6,5 Prozent mehr Geld aus als im Vorjahr und die gute Situation am Arbeitsmarkt sorg für Konsumlaune. Diese Nachricht kann die US-Wirtschaft gut gebrauchen.

Aufgrund fallender Immobilienpreise und schwacher Autoverkäufe kämpft sie derzeit mit starkem Gegenwind: Nach Meinung vieler Ökonomen schwächt sich das Wachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2007 auf zwei bis 2, 5 Prozent in 2008 ab. Doch eine Rezession ist nicht zu befürchten – auch weil die Notenbank agiert. „Für 2007 erwarten wir, dass die US-Leitzinsen um 125 Basispunkte sinken", sagt Jan Hatzius, Chefökonom von Goldman Sachs. Das würde Aktien gegenüber Festgeldanlagen oder Anleihen attraktiver machen – und zu einer kräftigen Kursrally führen.

Skeptiker erwarteten nach dem Einbruch der Immobilienpreise einen stark sinkenden Konsum. Doch die Amerikaner verfielen bislang nicht in Panik. Dazu tragen die über den Sommer 2006 kräftig gesunkenen Benzinpreise bei, die laut Goldman Sachs den Konsumenten im Jahr 2006 rund 90 Milliarden Dollar Ausgaben ersparte. Zudem finden Arbeitssuchende im Land der Tellerwäscher und Millionäre leicht neue Jobs: Die Arbeitslosigkeit liegt bei niedrigen 4,4 Prozent. Anleger setzen ihre Hoffnungen zudem auf Notenbankchef Ben Bernanke, nicht Kleinzukriegende US-Konsumenten und robustes Wachstum bei gewerblichen Immobilien. Auch die Finanzprofis sind optimistisch: In einer aktuellen Umfrage unter mehr als 100 Portfoliomanagern bezeichneten sich fast zwei Drittel der Teilnehmer als bullish. Immerhin ein Drittel aller Befragten sieht den Leitindex 2007 über der Rekordmarke von 13 000 Punkten.

Für den Optimismus gibt es gute Gründe: Absolut gesehen steigern die US-Unternehmen weiterhin ihre Gewinne. Nach Prognose des Finanzdienstleisters Thomson Finacial legen sie dieses Jahr um 10 Prozent zu.

Quelle: Capital.de
 
 
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