Kirchenbedarf, christliche Kunst und religiöse Geschenke stehen auf der Popularitätsliste der meisten Jugendlichen nicht gerade ganz oben. Zu finden sind sie eher im unteren Bereich. Leider. Zumindest dann, wenn man die Dinge beim Namen nennt. Wenn man dagegen eine Taufkerze überreicht, das alte Kommunionskleidchen vom Speicher holt und das kleine Messingkreuz der Großmutter an der Wand betrachtet: auch das sind Formen von christlicher Kunst, das ist genauso Kirchenbedarf oder ein religiöses Geschenk. Es sind aber eben auch geliebte Erinnerungsstücke, die einen ganz besonderen –individuellen- Wert haben. Auch und gerade für Jugendliche, die mit der Kirche im täglichen Leben nichts zu tun haben. Weihnachtliche Traditionen, wie das Aufstellen der Krippe oder der Weihnachtsengel am Weihnachtsbaum zählen ebenfalls dazu, auch wenn Religion als Thema oft genug gar nicht mehr in die Gestaltung der Weihnachtszeit mit einfließt.
Die aktuelle Marketing-Politik der großen Warenhausbetreiber, bereits im Hochsommer Schokoladenweihnachtsmänner und Geschenkideen für Weihnachten zu bewerben, macht einem das besinnliche Einstimmen auf die Geburt Christi auch nicht unbedingt einfacher. Gerade christliche Kunst und auch religiöse Geschenke geraten da leicht in Vergessenheit. Kirchenbedarf wie Bekleidungsartikel, Kelche und Gefäße für die Sakramente dagegen werden zwar gelegentlich gebraucht und auch entsprechend von den Pfarrämtern geordert – aber für den normalen Kirchengänger bleibt dies oftmals unbemerkt. Man kennt und schätzt die räumliche Aufteilung und die dekorative Gestaltung von seiner Kirche. Das verbindet die Kirche mit den Menschen christlichen Glaubens. Eine Umgestaltung oder Neugestaltung in Aufteilung und Dekoration erwartet man dabei nicht.
Die moderne christliche Kunst kann hier ein idealer Begleiter sein – eine kleine Auswahl gibt es, aber bekannt ist diese weniger. Bestimmt ist es ein Anfang, wenn religiöse Geschenke von Eltern oder Geschwistern kommen. Wenn diese ab und an einen kleinen geweihten Schutzengel schenken oder einen vom Pfarrer gesegneten Rosenkranz für das erste eigene Auto spenden – da rücken die traditionellen und religiösen Werte wieder in den Vordergrund. Nicht umsonst fußt unser gesamtes Werteverständnis auf einer jahrtausendealten christlichen Kultur. Leider vergisst man das im Alltag nur allzu schnell.
Weder
Kirchenbedarf noch christliche Kunst oder religiöse Geschenke gehören zum „alten Eisen". Genau genommen befinden sie sich immer noch im regen Gebrauch und müssten nur ein wenig entstaubt werden, um den Weg aus der Erinnerungsschublade zurück in unser Bewusstsein zu finden – als das was sie sind: Ausdruck eines religiösen Lebens.
J. Stredak