Schulranzen richtig tragen
Viele Eltern hören, dass besonders schwere Schulranzen für die Wirbelsäule der Kinder schädlich seien. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. hat nachgewiesen, dass es keine Verbindung zwischen Wirbelsäuleschäden und schwere Schulranzen gibt. Es ist bekannt, dass vor allem das kindliche Skelett zwar noch nicht stabil und nicht so belastbar wie das eines Erwachsenen ist, aber die Studie, dass es keine Verbindung gibt, erleichtert die Eltern sehr.
Die Experten sehen aber das Problem woanders: Es gibt kaum Kinder, die einen gesunden Rücken haben. Aber wie ist das möglich? Die Kinder bewegen sich in ihrer Freizeit sehr wenig oder kaum. Die so genannten Haltungs- und Bewegungsapparat werden unzureichend trainiert.
Daher empfehlen die Wissenschaftler Sport zu treiben und die Freizeit aktiv zu gestalten. Hier sind die Eltern gefragt, die die Kinder motivieren sollen. Gemeinsames Wandern mit der Familie wäre eine sinnvolle Maßnahme.
Es ist bekannt, dass in den letzten 10 Jahren statt Ballspielen oder Wandern der Fernseh- oder Videospiel-Konsum gewachsen ist.
Auch wenn das Kind regelmäßig Sport treibt, ist ein falsch getragener Schulranzen schädlich und sehr wohl vermeidbar.
Hier ein paar Tipps für junge Eltern, die beim Kauf eines Schulranzens keine Erfahrungen haben:
- Das Leergewicht eines Ranzens sollte nicht mehr als 1,5 kg übersteigen.
- Experten empfehlen, dass das Volumen des Ranzens ca. 20 Liter betragen sollte.
- Sehr sehr wichtig ist es, dass der Schulranzen nicht über die Schultern des Kindes ragen darf.
- Eltern sollten ihren Kindern Schulranzen kaufen, die auch wirklich dem Kind passen. Der Ranzen muss sich am Rücken des Kindes anpassen und nicht umgekehrt.
- Das setzt voraus, dass das Kind beim Kauf mitgenommen werden muss.
- Des Weiteren empfehlen Experten und Hersteller, Ranzen mit einem Tragegurt von mindestens 4 cm Breite zu kaufen, damit die Belastung gleichmäßig verteilt wird.
- Da die Tragegurte keine Druckstellen ausüben dürfen, müssen sie gepolstert sein
- Selbstverständlich müssen die Schulranzen wasserdicht und mit Reflexstreifen ausgestattet sein. Nach DIN 58124 müssen die Schulranzen an den Vorder- und Seitenteilen so genannten fluoreszierendem Material gefertigt werden.