Eine
Schufa Eigenauskunft in schriftlicher Form, und nur eine solche macht Sinn, kostet immer. Und das, obwohl nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) eigentlich ein Anspruch auf eine
kostenlose Schufaauskunft bestehen sollte. Die Gebühren für die Selbstauskunft sind gering, aber dennoch ärgerlich. Für eine Schufa Selbstauskunft stehen vier Wege zur Verfügung.
- Zunächst einmal bietet die Schufa die großzügige Möglichkeit, sich gegen eine einmalige Gebühr von zurzeit 15,60 Euro auf ihrer Website einzutragen. Die Eintragung gewährt unbegrenzten Zugang zu den gespeicherten Daten.
- Möglich ist auch, eine Eigenauskunft gegen eine Gebühr von immerhin 7,80 Euro, die per Lastschrift eingezogen wird, abzufordern.
- Die Schufa wird nicht müde, auf eine dritte Möglichkeit hinzuweisen, die angeblich eine Schufa Selbstauskunft kostenlos ermöglicht. Der Besuch einer ihrer Filialen. Doch wird die Schufa Eigenauskunft kostenlos nur mündlich erteilt.
Wer es schwarz auf weiß haben will, bezahlt ebenfalls 7,80 Euro, ganz abgesehen von Fahrtkosten und dem Zeitaufwand. Schließlich kann man seine Schufa Selbstauskunft auch ganz normal schriftlich anfordern. Dafür verlangt die Schufa ebenfalls 7,80 Euro.
Doch diese Kosten lassen sich in aller Regel vermeiden. Auch wenn die Schufa sich häufig ziert, man kann die
Schufa Auskunft kostenfrei erhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, im Antragsschreiben auf mehrere Punkte näher einzugehen, um der Unterstellung, die Schufa Selbstauskunft diene wirtschaftlichen Zwecken, entgegenzuwirken. Vor allem ist die Klarstellung wichtig, dass die Schufa Eigenauskunft ausschließlich zur Prüfung der gespeicherten Daten dient und dass Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Schufa Negativmerkmale gespeichert hat, die der Kreditwürdigkeit schaden können. Zudem sollte man darlegen, dass ein Besuch der Schufa Geschäftsstelle beispielsweise aus beruflichen Gründen nicht möglich ist.
Die Rechtsprechung zur
Gebühr für Schufa Selbstauskünfte ist nicht einheitlich. Manche Gerichte haben in der Vergangenheit die volle Gebühr für die Selbstauskunft für gerechtfertigt gehalten. Ein Rechtsstreit mit einem Kostenrisiko von mehreren hundert Euro lohnt sich natürlich nicht. Wer die Schufa dennoch in die Zange nehmen will, sollte das als Anlage beigefügte Musterschreiben „kostenfreie Schufa-Selbstauskunft.doc" nutzen. In den überwiegenden Fällen wird damit eine Schufa Selbstauskunft kostenlos möglich, ohne jedes Prozessrisiko.
Für die Zukunft wird dies wahrscheinlich gesetzlich geregelt:
Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes (kurz BDSG): Neue Rechtsgrundlagen für „Scoring"Mit der vorgeschlagenen Neufassung (...) erhält der Betroffene gegenüber Stellen, die personenbezogenen Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung speichern, einen Anspruch, einmal jährlich eine kostenfreie schriftliche Selbstauskunft zu erhalten, auch wenn er diese zu wirtschaftlichen Zwecken gegenüber Dritten nutzen kann. Wie vorher ausgeführt, werden heute regelmäßig die von einer Auskunft auf Antrag schriftlich erteilten Selbstauskünfte entgeltpflichtig angeboten.
Umso dringender empfehlen wir zurzeit noch, mittels des beigefügten Musterschreibens die Selbstauskunft kostenfrei anzufordern.
www.sofort-ohne-schufa.de