Pailletten haben ihren Ursprung sicherlich nicht in unserem Kulturkreis. Doch auch hierzulande waren Pailletten zunächst als Schmuck für die Party und den Karnevall bekannt. Zunehmend werden Pailletten auch als Alltagsschmuck akzeptiert.
Schmuckbänder sind im wahrsten Sinne des Wortes zur Zierde da, verzieren aber alles von ungewollten Kleidungsrändern zu Schmutzunglücken auf Gartenkissen bis hin zu langweiligen Schränken oder zu kleinen Kindermützen. Den gleichen Zweck haben auch die dazu passenden Borten, mit denen man verzierte Kanten oder Ränder bezeichnet, von Kleidung bis hin zu Polstermöbeln. Borten werden etwas altmodischer auch Bordüren genannt, daher leitet sich auch der Wortursprung im französischen 'bordure' ab.
Der Begriff Borte wird auch heute noch sehr vielfältig verwendet. So gibt es auch Borten in der Innenarchitektur, die sich nicht auf Möbelstücke beziehen, sondern für hübsch bedruckte, dünne Tapetenrollen stehen. Mit denen kann man farbige Akzente an Wände setzen und einen Teilbereich auch mitten auf der Wand quasi optisch abschließen. Es gibt sie auch im Sanitärbereich, wenn sie als sogenannte Fliesen- bzw. Mosaikbordüre als ein den Raum umfassendes, dekoratives Band aus Wand-Fliesen im Badezimmer verlaufen. Genau diesen Effekt haben Borten auch als textiles Material, wenn sie von Vorhang bis Tischdecke oder Hemdkragen optisch aufpeppen und einen klaren Rand setzen.
Außerdem kommen Bordüren als dekorativer Rand aber auch in vielen weiteren Bereichen vor: Früher wurde der Rand von Schilden im Krieg so genannt. Auch gab es früher Briefmarken, deren Druckbögen mit Zierrändern geschmückt waren und die daher wertvoller als normale Briefmarken waren. Und sogar beim historischen Buchdruck wurde für besonders wertvolle Texte eine Verzierungsbordüre um den Buchstabenteil herum erstellt. Bei Borten, aber auch bei
Schmuckbändern geht es also immer ums Verschönern von speziell Rändern. Man kann extra zu diesem Zweck Borten und
Schmuckbänder für den eignen Bedarf kaufen.
Andreas Mettler