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Schmiergeldaffäre in jordanischer Regierung

Autor: LenaKoch | Erstellt am: 16.09.2011 | Gelesen: 868
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - In Jordanien steht man vor einem ausgewachsenen Schmiergeld-Skandal.

Schmiergeldaffäre in jordanischer Regierung
Schmiergeldaffäre in jordanischer Regierung
In Jordanien steht man vor einem ausgewachsenen Schmiergeld-Skandal. Dieser betrifft niemand anderen als Maarouf al-Bakhit, der in Jordanien das Amt des Premierministers bekleidet. Im Rahmen einer umfangreichen Debatte rund um das Thema Korruption in dem Land wurden schwere Vorwürfe gegen den Politiker Laut.

Keine unwichtige Rolle spielt dabei die britische Tageszeitung „The Guardian", der strenggeheime Dokumente vorliegen haben soll, in dem von Schmiergelder in Millionenhöhe berichtet wird. In ganz Jordanien gibt es nun lautstarke Proteste und die Kreise um den Premierminister Maarouf al-Bakhit ziehen sich deutlich enger. In Beobachterkreisen wartet man bereits auf den Eingang der Rücktrittserklärung.

Der Hintergrund der Schmiergeldaffäre geht in das Jahr 2007, als der politische Grundstein für den Bau eines gigantischen Casinos in Jordanien gelegt wurde. Das OK zum Bau des „Red Sea Casino" sorgte bereits damals für einen ausgewachsenen Skandal, denn Glücksspiel ist wie in vielen anderen arabischen Ländern auch in Jordanien verboten. Als Ergebnis rollten schon damals Köpfe in der Regierung; Osama Dabbas – seines Zeichens Minister für Tourismus – musste sein Amt räumen. Maarouf al-Bakhit wurde damals allerdings nicht belangt, was sich nun ändern soll. Denn laut den geheimen Dokumenten, die „The Guardian" vorliegen sollen, hat der Premierminister den Startschuss für den Bau des „Red Sea Casino" gegeben. Damit in Verbindung sollen Millionen an Schmiergeldern geflossen sein und das wohl direkt in die Taschen von Maarouf al-Bakhit.

Durch diesen Zündstoff in der aktuellen Anti-Korruptions-Debatte fühlt sich die jordanische Regierung doppelt unter Druck. Zum einen wachsen die Vorwürfe gegen den Premierminister, aber zum anderen haben sie auch Verträge mit den Köpfen hinter dem „Red Sea Casino". Der Bau von diesem ist nämlich aktuell auf Eis gelegt und damit begeht die jordansche Regierung rechtlich gesehen Vertragsbruch. Im schlimmsten Fall muss die Regeierung nun mit einem vertraglich geregelten Verlustkompensierung das Unternehmen entschädigen und diese beläuft sich auf stattliche eine Milliarden Euro.

So schlägt das vorher attraktive Geschäft mit Casinos, die in Zweiten der immer noch schwelenden Weltwirtschaftskrise für viele Länder als nahe liegende Einnahmequelle wirken, schnell um in ein schwer zu bewältigendes Verlustgeschäft.

Lena Koch
 
 
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