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Schmerzen und Bandscheibenvorfälle durch Entzündungshemmer

Autor: kradloff | Erstellt am: 18.06.2010 | Gelesen: 1025
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Unbekannte Nebenwirkungen von Diclofenac, Ibuprofen & Co

entzündungshemmende Medikamente
entzündungshemmende Medikamente
Das entzündungshemmende Medikamente Nebenwirkungen am Verdauungssystem haben können, dürfte weitgehend bekannt sein. Neu ist dagegen die Beobachtung, dass sie Schmerzzustände orthopädischer Krankheitsbilder nicht nur erhalten sondern verstärken und auch Bandscheibenvorfälle auslösen können. Die Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen sind seit mehr als 30 Jahren „in aller Munde". Sie können bei Daueranwendung als Nebenwirkung Rückenbeschwerden bis hin zu Bandscheibenvorfällen, sowie akute Gelenksentzündungen auslösen. Somit die Krankheitsbilder, gegen die diese Medikamente eingesetzt werden.

Häufige Nebenwirkungen

Auf den Beipackzetteln dieser Arzneimittel sind als Nebenwirkungen vornehmlich Beschwerden des Verdauungstraktes beschrieben, sie zeigen sich vornehmlich als Schleimhautentzündungen des Magens, des Dünndarms und des Dickdarms, sowie der Blutungsneigung dieser Organe. Symptome, die Veränderungen bei der Einnahme bis hin zum Absetzen der Medikamente erforderlich machen können. Derartige Anpassungen, beispielsweise durch zusätzliche Einnahme eines Magenschutzmittels, setzen das Wissen der Patienten vom Bestehen einer Schleimhautreizung voraus und relativ häufig entwickelt sich derartige Affektionen, die weil sie symptomatisch stumm verlaufen, von Patienten nicht wahrgenommen werden. In diesen Fällen ist dann z.B. zwar die Oberbauchregion hoch druckempfindlich aber der Patient empfindet keine Magen- oder Darmbeschwerden.

Unbekannte Nebenwirkungen - Bandscheibenvorfälle

Symptomatisch stumme Beeinträchtigungen der Verdauungsorgane sind jedoch keinesfalls gleichbedeutend mit Beschwerdefreiheit. Der Reiz der Verdauungsorgane kann über die aus dem Rückenmark austretenden Spinalnerven in die muskuläre Umgebung der Wirbelsäule übertragen werden und hier genau die Beschwerden verursachen oder aufrecht erhalten, gegen die diese Medikamente eingenommen werden.

Weiter können Reizzustände der oberen Verdauungsorgane auf das Zwerchfell übertragen werden und von dort über den Zwerchfellnerv, dem Nervus phrenicus zu dessen Ursprung in der Halswirbelsäule. Statt Magenschmerzen kommt es im Nacken deshalb zu Bewegungseinschränkungen und hochgradigen Schmerzzuständen, die bis in die Armgelenke einstrahlen können.

Praktische Erfahrungen

Anlass für diese Mitteilung sind praktische Erfahrungen mit Patienten, die trotz teilweiser jahrelanger Einnahme von Entzündungshemmern nicht beschwerdefrei wurden. Das Absetzen dieser Medikamente bewirkte in vielen Fällen annähernde Beschwerdefreiheit in nur wenigen Tagen.

Klaus Radloff
Physiotherapeut
www.klaus-radloff.com

 
 
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