Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden in Wohnungen
Schimmelpilze sind in der Lage, allergische Reaktionen bei Menschen auszulösen. Deswegen ist es wichtig, der Ursache der Schimmelpilzbildung auf den Grund zu gehen. Pilze produzieren zur Fortpfanzung Sporen. Diese Sporen sind mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen und verteilen sich schon bei der geringsten Luftbewegung. Schimmelpilze sind sehr anpassungsfähig und finden in unseren Wohnungen leicht den geeigneten Nährstoff um sich zu vermehren. Diese Nahrungsgrundlage finden Schimmelpilze vor allem auf, sowie in organischen Materialien. Diese sind zum Beispiel: Tapeten, Holzbalken, Vorhänge, Matraten und vieles mehr.
Mineralische Materialien sind für Schimmelpilze grundsätzlich nicht geeignet und bieten keine Nahrungsgrundlage. Hat sich ein Schimmelpilz erstmal angesiedelt , wächst und vermehrt er sich. Stört man Ihn dabei versucht der Schimmelpilz sein überleben zu sichern indem er Sporen produziert. Wird versucht den Schimmelpilz auszutrocknen, stellt dieser seinen Wachstum ein und produziert sehr viele Sporen um sein Überleben zu sichern.
Dieses kann zu einer erhöhten Gesundheitsgefährdung führen.
Bei der Entstehung von Schimmelpilz sind einmal Bauliche Schwachstellen und falsch plazierte Möbel sowie die Entstehung von Kondenswasser und nicht ausreichendes Lüften schuld. Ungeheizte kalte Wohungen sind in den Wintermonaten nicht nur ungemütlich sondern auch gröstenteils Feucht und bieten somit den idealen Nährboden den Schimmelpilz wachsen zu lassen. Bei geheizten Wohnräumen gibt es bauliche Stellen, die kälter sind als Ihre Umgebung. Dort spricht man von Wärmebrücken. Sind zum Beispiel direkt an der Wand Möbel plaziert kann die Luft hinter den Möbeln nicht zirkulieren.Die Wand bleibt feucht und somit ist hier auch der ideale Nährboden für Schimmelpilze gegeben.
Raumluft wird durch Ihre Bewohner ständig durch neue Feuchtigkeit angereichert. Um Kondensation zu vermeiden muss die feuchte Luft gegen trockene Luft ausgetauscht werden. Eine wichtige Maßnahme gegen Schimmel ist richtiges Lüften. Durchschnittlich produziert ein vierköpfiger Haushalt ca. 12 Liter Feuchtigkeit am Tag. Das entspricht mehr als einem normalen Eimer Wasser pro Tag.
In einer Woche sind das 7 Tage x 12 Liter = 84 Liter Wasser, also gut eine halbe Badewanne voll. Diese Wassermenge verdunstet, wird erst einmal von der Raumluft aufgenommen und muss abgeführt werden. Am effektivsten ist das Stoßlüften bzw. das Querlüften, bei dem man mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten Fenster und Türen weit öffnet. Die feuchte Luft entweicht.
Auf diesem Wege kann ein völliger Luftaustausch in kürzester Zeit erfolgen. Größere Feuchtigkeitsmengen, die beim Duschen, Kochen oder Waschen entstehen, sollte man nicht zur Wohnung hin, sondern nach außen abführen.
Bei der sogenannten Kipplüftung tritt der gewünschte Erfolg erst nach ca. 45 Minuten ein. In dieser Zeit kühlen aber bestimmte Zonen in der Wohnung sehr stark aus , so dass an den kalten Oberflächen eine besondere Gefahr der Tauwasserbildung besteht. Sollte sich dennoch Schimmel in der Wohnung befinden ist es wichtig einen Fachmann mit der Analyse zu beauftragen
Ingo Höfel
Sachverständiger für Feuchte und Schimmel
BDGSV geprüft und anerkannt