Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)?
Eine
Schilddrüsenunterfunktion ist vorhanden, wenn der Organismus des Menschen mehr Hormone benötigt, und die Schilddrüse so viel nicht produzieren kann. Die Schilddrüsenunterfunktion nennt man auch noch Hypothyreose. Bei einigen Menschen ist die Schilddrüsenunterfunktion angeboren, aber die meisten Fälle treten viel später auf.
Und woran erkenne ich eine Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schilddrüsenunterfunktion erkennt man schon an dem Gewicht, das immer größer wird, an den ausfallenden Haaren, an Depressionen, am schnellen Ermüden und besonderer Empfindlichkeit der Kälte gegenüber. Für die Schilddrüsenunterfunktion gibt es mehrere Ursachen. Manchmal entsteht sie wegen einer Entzündung. In anderen Fällen kommt es zur Schilddrüsenunterfunktion, weil die Regelzentren des Gehirns nicht richtig funktionieren.
Bei den Erwachsenen kommt es oft zur Schilddrüsenunterfunktion, wenn sie eine
chronische Schilddrüsenentzündung haben. Man kennt die
Hashimoto-Thyreoiditis. Diese Krankheit bekommen Personen, besonders Frauen, die schon 40-50 Jahre alt sind. Die chronische Entzündung zerstört das Gewebe. Oft vergehen Jahre, bis die Schilddrüsenunterfunktion eintritt. Also es ist eine schleichende Krankheit.

Aber interessant ist, dass man am Anfang fast nichts bemerkt. Der Mensch hat keine besonderen Beschwerden. Später versucht man, eine Therapie durchzuführen. Und diese kann alle Symptome beheben. Es gibt bei einigen Frauen nach der Entbindung die postpartale Thyreoiditis. Das ist auch eine Form der Schilddrüsenentzündung. Aber die danach auftretende Schilddrüsenunterfunktion ist nur vorübergehend, sie wird bei mehreren ausgeheilt.
Es kann bei einigen Menschen eine Überfunktion der Schilddrüse vorliegen, vielleicht auch eine Kropfbildung. Wenn das der Fall ist, so muss man vorsichtig mit den vorzunehmenden Maßnahmen sein. Es ist nicht weit bis zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Also man sollte aufpassen, dass die Arzneimittel nicht zu hoch dosiert werden, weil sie ja gerade dann ein Hindernis für die Produktion der Schilddrüsenhormone sind.
Eine Unterfunktion ist seltener zu beobachten. Kommt es aber dazu, dann spricht man von den übergeordneten erkrankten Hirnregionen, die regulierend sind. Ist die Schilddrüsenunterfunktion angeboren, was seltener vorkommt, so spielt eine große Rolle, wie schnell man sie erkennt.
Warum ist es denn so wichtig?Es ist deswegen so wichtig, weil dadurch rechtzeitig eine frühe Behandlung eingeleitet werden kann. Es geht ja um das Nervensystem des Kindes. Verpasst man die Zeit, so kann nichts mehr geändert werden, es kann zu bleibenden Schäden kommen, zur geistigen Behinderung.
Heutzutage hat man schon einiges gegen solche Fälle unternommen. Jedes geborene Kind unterzieht sich In Deutschland der Screeninguntersuchung. Das ist für eine Früherkennung eben sehr wichtig. Das ungeborene Kind kann schon im Mutterleib zu Schilddrüsenunterfunktion kommen. Viele Säuglinge erkranken an der Schilddrüsenunterfunktion in den folgenden Wochen, manchmal auch Monaten.
Wie erkennt man die Schilddrüsenunterfunktion bei einem Neugeborenen?Diese Kinder verhalten sich etwas anders als die gesunden gleichaltrigen. Die betroffenen Kinder sind nicht besonders aktiv, sie bewegen sich nicht viel. Außerdem können die Eltern zum Beispiel eine Trinkschwäche bei solchen Säuglingen beobachten, ihre Zunge sieht sehr groß aus. Die Neugeborenengelbsucht ist verlängert. Und wiederum ist es ganz wichtig, dass die Krankheit schnell erkannt wird. Eine Verzögerung würde zu Kretinismus führen. Das Kind leidet dann an Entwicklungsstörungen der Knochen, es wächst schlecht und bleibt klein. Es kommt zu Entwicklungsstörungen des Nervensystems. Also bei der Schilddrüsenunterfunktion sollte rechtzeitig gehandelt werden, deswegen gibt es mehrere Untersuchungen für die Kleinkinder, man kann vorbeugen.