(Online-Artikel.de) - Endlich hat Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin wieder einen echten Torjäger.
Mit der Verpflichtung des Brasilianers Raffael geht ein langes Tauziehen zu Ende. Trainer Lucien Favre bekommt seinen Wunschspieler und kann jetzt endlich den Offensivfußball spielen, den sie in der Hauptstadt so sehr vermissen.
Der 22 jährige Stürmer wechselt vom Schweizer Meister FC Zürich an die Spree und soll die Berliner ins internationale Geschäft schießen.
Wird jetzt alles besser?Nach der durchwachsenen Hinrunde mit einem enttäuschenden 12. Platz wollen die Berliner nun angreifen. Die Ziele sind klar - man will in den UEFA Cup. Um dieses Ziel zu erreichen muss Trainer Lucien Favre aber etwas gegen die Auswärtsschwäche seiner Mannschaft tun. Lediglich ein Sieg in fremden Stadien ist viel zu wenig für die hohen Ansprüche in der Hauptstadt.
Neuer Traumsturm?Marko Pantelic kann sich auf einen technisch versierten Sturmpartner freuen. Vielleicht bilden er und Raffael den neuen Hertha-Traumsturm und wirbeln durch die Strafräume der Gegner. Raffaels Bilanz aus seiner Zeit beim FC Zürich ist jedenfalls beeindruckend. In 77 Ligaspielen traf er 39 Mal und war damit maßgeblich am Gewinn der beiden Meisterschaften beteiligt. Vielleicht schießt er Hertha ja bis in den UEFA Cup.
Nummer 10Raffael trägt die legendäre Nummer 10 auf dem Rücken. Eine Nummer, die verpflichtet. Die 10 ist mehr als eine Zahl. Das Trikot tragen Spielmacher, Zauberer und ganz besondere Fußballer. Marcelinho zauberte sich mit dieser Nummer in die Herzen der Hertha-Fans. Raffael muss die Anhänger überzeugen und zeigen, dass er die hohe Ablöse von rund 4,5 Millionen wert ist. Ich denke jedoch, dass der 1,74cm große Dribbler schnell zum Publikumsliebling werden wird. Am einfachsten schafft er es, indem er das macht, wofür sie ihn geholt haben - viele Tore schießen. Wenn er dann nebenbei noch ein paar Tricks zeigt schlagen die Herzen der Hertha-Fans endlich mal wieder höher und es finden vielleicht noch mehr Anhänger den Weg ins häufig leere Olympiastadion.
Autor: Sebastian Bork