Verrückter als eine kastrierte Schlange.;-)
Durch die stark gestiegenen Energiekosten, kommt es nun wieder verstärkt zum Schimmelpilzbefall, weil u.a., das Wohnnutzerverhalten dem Gebäude nicht gerecht wird. Deshalb sollte beispielsweise auch in Deutschland jedem Wohnnutzer - nicht nur der Gebäudeenergieausweis gezeigt -, sondern auch eine brauchbare Lüftungsanleitung ausgehändigt werden!
Hier ein paar Tipps für die nun wieder beginnende Heizperiode:Zur Verringerung der Feuchte im Raum sollte bekanntlich vorzugsweise mehrmals täglich eine kurze Stoßlüftung ( 5-10 Minuten bei weit geöffneten Fenstern ) erfolgen.
- BAD -
Im Bad sollte, insbesondere bei Räumen mit ungenügender Lüftungsmöglichkeit, nach dem Duschen das Wasser von den Wänden und dem Boden entfernt werden. Es braucht dann nicht mehr durch Lüftung abgeführt werden. Nach dem Duschen sollte man die Fenster im Bad ( soweit vorhanden ) kurzzeitig weit öffnen. Da nasse Handtücher und Wände im Badezimmer – trotz kurzzeitigen Lüftens – noch viel Wasser enthalten können und sich damit längerfristig eine zu hohe relative Feuchte im Raum einstellt, kann es hilfreich sein, die Türen zu anderen beheizten Räumen nachdem Lüften offen zu halten. Bei kleinen fensterlosen Räumen empfiehlt sich ausserdem die Installation einer möglichst über Feuchtesensoren gesteuerten, mechanischen Belüftung.
- KÜCHE -
In der Küche kann durch einen Dunstabzug mit Abführung der Abluft ins Freie viel Feuchtigkeit aus dem Raum entfernt werden. Ein solcher Abzug ist überdies unter dem Gesichtspunkt der Abführung von Kochdünsten und - beim Kochen mit Gas – von Verbrennungsgasen sinnvoll. Dunstabzugshauben mit Umluftführung sind zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit in Küchen nicht geeignet.
- KÜHLE RÄUME -
Wenig beheizte Räume ( z.B. Schlafzimmer ) sollten nicht mittels warmer Luft aus anderen Räumen ( am Abend ) aufgewärmt werden. Im kälteren Raum kann es sonst an Wänden oder Fensterscheiben zu Tauwasserbildung kommen. Bei Nutzung des - wenig beheizten – Schlafzimmers sollte durch gute Lüftung für die Abfuhr von Feuchtigkeit ( jeder Schlafende gibt Wasserdampf ab ) gesorgt werden, da es sonst zu Tauwasserbildung kommen kann. In Räumen, die längere Zeit nicht beheizt wurden, sollte bei erneutem Gebrauch vorher vermehrt gelüftet werden. Können wegen Abwesenheit der Bewohner die Fenster einer Wohnung nicht mehrmals täglich geöffnet werden, sollten wenigstens die Innentüren offen gehalten werden, damit noch vorhandene Feuchte gleichmäßig über alle Räume verteilt wird.
Die Gebäudehüllen werden immer dichter. Moderne Fenster und Türen könnte man sogar bei U-Booten verwenden. Rolläden fahren automatisch rauf und runter. Thermostate regulier die Heizanlagen und Feuchtesensoren gibt es bereits ebenfalls. Unsere Haustechnik ist gut und ausgereift, obwohl und gerade deshalb, nimmt die Feuchteproblematik ständig zu, weil es die Anomalie des Wassers gibt. Diese Eigenschaft des Wassers trickst uns aus und wenn wir Feuchteschäden vermeiden wollen, dann müssen wir auch richtig lüften.
Willi Heinz