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San Sebastian - Kultur in der baskischen Hafenstadt

Autor: FranziSteiner | Erstellt am: 17.11.2010 | Gelesen: 452
Kategorie: Reisen - Urlaub & Tourismus | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Dennoch will man in San Sebastian nun in unmittelbare Konkurrenz zu seinen Nachbarn treten und man hat sich dort das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Jahr 2016 Kulturhauptstadt zu werden.

San Sebastian - bald Kulturhauptstadt?
San Sebastian - bald Kulturhauptstadt?
San Sebastian hat gegenüber seiner nächsten größeren Nachbarstadt Bilboa nicht genug zu bieten, um mithalten zu können. Mit seinen etwa 180 tausend Einwohnern ist die Stadt nur halb so groß und das eine Stunde mit dem Auto entfernte Bilboa hat Perlen wie das Guggenheim Museum zu bieten.

Dennoch will man in San Sebastian nun in unmittelbare Konkurrenz zu seinen Nachbarn treten und man hat sich dort das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Jahr 2016 Kulturhauptstadt zu werden.

Kultur hat in der baskischen Hafenstadt eine interessante Tradition, die vor allem mit einem Faktor zusammenhängt: Tourismus. Zwar wurde San Sebastian mit einer schönen Kulisse aus Natur und Stränden gesegnet, aber für eine ausgewachsene Tourismusindustrie war es immer ein Problem, dass der Sommer dort verhältnismäßig kurz verweilt. So kamen findige Geschäftsmänner schon Mitte des vergangenen Jahrhunderts auf die Idee, die schmucke Hafenstadt durch Kultur auch in die Spät-Saison hinein attraktiv zu machen. So fand dort auch 1955 zum ersten mal das große Internationale Filmfestival von San Sebastian statt, wo zwei Jahre später zum ersten mal die „goldene Muschel" verliehen wurde.

Um tatsächlich schon in etwa einen halben Jahrzehnt zur Kulturhauptstadt zu werden, muss San Sebastian aber noch etwas mehr bieten, als dieses Festival. Wenn man die man von einer Ausstellung eines lokalen Fußballvereins namens Real Sociedad und einem Betonmuseum absieht, hat die Hafenstadt nicht mehr viel zu bieten.

An interessanten Sehenswürdigkeiten mangelt es auf der anderen Seite aber nicht; das Rathaus zum Beispiel schauen sich Touristen gerne an, da es einst ein großes Casino der Zeit war. Das liegt nun aber schon beinahe ein Jahrhundert zurück, dass dort Roulette, BlackJack und Poker gespielt wurde. Zu den bekanntesten Besuchern zum Anfang des vergangenen Jahrhunderts zählten Leo Trotzki und Mata Hari. 1925 wurde das Casino aber geschlossen und dient seither der Stadtverwaltung als sitz. Vielleicht hätten die findigen Geschäftsmänner von damals lieber auf das Glücksspiel als Tourismusmagnet setzen sollen; wenn man bedenkt, welchen Boom Casino und Online Casino heute erlebt, hätten sie es sicher nicht bereut.

 
 
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