Sag danke mit Swarovski Strass
Das leise Rauschen des Meeres, salzige Luft, mildes Klima und dazu die Füße im Sand. Ich kann mir keinen schöneren Platz vorstellen als am Meer. Am Meer zu Wohnen hat bisher noch nicht geklappt, aber man soll ja noch Träume im Leben haben.
Dafür bin ich einem anderen Traum so nah wie nie zuvor; Fuß zu fassen in der Modebranche. Das man mich nun als Modell gebucht hat ist schon eine verrückte Wendung des Schicksals. Ursprünglich wollte ich eigentlich in einem Jahr mein Modedesignstudium abschließen, und dann langsam an meinem Bekanntheitsgrad arbeiten. Mein Fünfjahresplan sah vor, vielleicht einmal ein Kleid für eine deutsche Schauspielerin zu entwerfen, die dann über den roten Teppich einer Filmpremiere flaniert. Stattdessen bin ich sozusagen mitten drin, statt nur dabei – nämlich bei einem Fotoshooting für das angesagte Label Nakatomi Fashion, und stehe im Sand von Miami Beach und werde für die Aufnahmen gestylt. Nicht zu glauben.
Einen Fuß in der Tür ins Modebusiness zu haben, ist für mich erst mal das Wichtigste an diesem Ereignis. Egal wie gut ich bin, als Modell hat man sein Schicksal nicht selber in der Hand, es sei denn man ist ein Supermodell und kann sich aussuchen für wen man arbeitet. Ohne bekannten Namen ist man darauf angewiesen, gebucht zu werden und wenn das nicht klappt sollte man einen Plan-B in der Tasche haben. Modells sind austauschbar, so hart das klingen mag. Die Modebranche ist ein schnelllebiges Geschäft, ähnlich wie es im Musikbereich der Fall ist. Nur wenige schaffen es bis ganz nach oben. Dafür gibt es aber unzählige One-Hit-Wonders. Und eben das zu werden, ist das schlimmste überhaupt. Du bist auf der Party gewesen, es hat dir gefallen, du hast dich super unterhalten und dich prächtig amüsiert, du würdest gerne wieder kommen, aber dich erreicht keine Einladung für das nächste Fest. Man sagt dir, die Zeit hätte sich gewandelt, ein anderer Typ, eine andere Stimme, ein anderes Aussehen ist en vogue.
Es ist eigentlich wie überall. Gutes Aussehen, Talent und das Können haben viele Modells oder Designer. Aber sich einen Namen zu machen, das ist die Kunst. Da müssen viele Dinge zusammen passen. Unter anderem muss man die richtigen Connections haben, und die haben nur wenige, und genau daran arbeite ich. Ich nenne das meinen Geheimauftrag. Ich bin schon immer auf andere Menschen zugegangen, war offen und interessiert. Das ist mein großes Plus. Ich kenne mittlerweile jede Person um mich herum. Von der einfachen Hilfskraft, die für das Catering zuständig ist bis hin zum Chefdesigner. Die meisten sind total liebe Menschen. Jennifer, der Hairstylistin zum Beispiel, habe ich sogar meine Swarovski Ohrringe geschenkt, die es auch im Internet unter anderem hier http://www.gogoritas.com/7749_deu.html zu kaufen gibt. Ich war total platt als man mir am Set sagte, ich bräuchte für das Shooting eine andere Frisur. Ich habe super lange Haare und war seit Jahren nicht mehr beim Frisör und Jenny musste bei mir mehr als nur die Spitzen schneiden. Ich hatte total Angst, aber das Ergebnis sah dann so gut aus, dass ich mich bei Jenny irgendwie bedanken wollte.
Ich weiß auch, dass einem die Arbeitsbienen keine Türen in die Belle Etage des Modebusiness öffnen. Aber Freundlichkeit hat noch nie geschadet.