Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Rückenschmerzen Teil II - Trainingsprogramm

Autor: ArneFrentzel | Erstellt am: 29.07.2009 | Gelesen: 1445
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Serie: Volkskrankheiten vorbeugen und heilen – ohne Arzt!

Rückenschule
Rückenschule
Rückenschmerzen gehören zum modernen Alltag dazu. Doch das muss nicht sein. Mit ein wenig Wille und selbiger Aktivität kann man dieser Volksgeißel Herr werden. Nachdem im ersten Teil die Ursachen von Rückenschmerzen aufgezeigt wurden, beschäftigt sich dieser Beitrag mit der aktiven Bewältigung, aber auch der Vorbeugung von Rückenschmerzen, um dem modernen Alltag erfolgreich zu begegnen.

Man sollte es erst gar nicht so weit kommen lassen. Es ist wie mit dem Gewicht. Relativ leicht kann man sich einen Rettungsring anessen, doch müßig wird es, diesen wieder abzuhungern. Hat man die ersten Beschwerden am Rücken überstanden, so kann man sicher sein, dass die nächsten Beschwerden schon warten.

Schlau ist, wer vorbeugt. Regelmäßige Bewegung zwei- bis dreimal pro Woche, Laufen, Schwimmen, Nordic Walking oder auch nur Spazierengehen hilft schon viel. Auch die Bewegung zwischendurch ist immens wichtig. Wer zudem die Stützmuskulatur, gerade am und um den Körperschwerpunkt (KSP), neudeutsch Core-Muskulatur, stärkt, hat statistisch gesehen gute Aussichten, ein Leben ohne große Rückenprobleme zu führen.

Zur Stützmuskulatur zählen die Bauch-, die Rücken- und die Hüftmuskulatur. Besonders wichtig ist das Training im Bereich des KSPs, der sich im unteren Lendenwirbelsäulenbereich befindet. Hier befindet sich die Drehachse des Körpers, deswegen ist dieser Bereich besonders empfindlich.
Es gibt unzählig viele Bücher auf dem Markt, die Trainingsprogramme anbieten. Statische Übungen zur Stärkung der Core-Muskulatur sind zu bevorzugen. Doch dynamische Übungen sollten immer mal wieder eingeschoben werden. Gute Übungen, zudem kostenlos, findet man unter folgendem Link: www.lifestyle.t-online.de/.. Übungen aus dem Yogabereich sind ebenso empfehlenswert.

Doch der Mensch ist sorglos und nicht gerade bekannt für vorbeugendes Verhalten. Der Raucher raucht bis eine Erkrankung ihn erweckt, der Vielesser isst, bis kein Blut mehr fließt, so achtet der Erdenbürger generell erst auf den Rücken, wenn es schon zwickt und schmerzt und wenn er sich vor Schmerzen kaum noch erheben kann.

Aber auch dann ist es nie zu spät. Das folgende Programm soll über die akute Schmerzphase, in erster Linie bei einem Hexenschuss, aber auch bei einem leichten Bandscheibenvorfall, dessen Beschwerdebild ähnlich ist, hinweghelfen. Ebenso Verspannungen des gesamten Rücken- und Schulterbereichs kann man damit sehr gut begegnen. Danach sollte ein regelmäßiges Bewegungsprogramm wie oben beschrieben fortgeführt werden. Man muss nicht immer sofort zum Arzt gehen. Sofort röntgen, spritzen und manipulieren ist nur bei klaren Diagnosen sinnvoll. Vorsicht ist dagegen geboten, wenn bereits Lähmungserscheinungen an den Beinen auftreten. In diesem Falle sollte sofort ein Facharzt aufgesucht werden. Doch generell gilt: Schonung ist out – Bewegung in.

Man muss versuchen, den erkrankten Bereich zu durchbluten. Ideal sind Bewegungen, ohne dass die Körperlast auf den KSP drückt. Daher ist ein Trainingsprogramm im Wasser im akuten Fall besonders geeignet. Auch wenn das Programm hauptsächlich für den geeignet ist, der die Schwimmtechniken Kraul und Rücken ausreichend geherrscht, kann ebenso der wenig versierte Schwimmer sich ein paar Übungsformen herauspicken. Die angegebenen Zeiten können entsprechend der persönlichen Leistungsfähigkeit nach oben und unten angepasst werden.

Man sollte sich ein Bad aussuchen, das sowohl einen Schwimmbereich, als auch ein Becken mit Unterwasserhartstrahldüsen zur Massage anbietet. Als Material braucht man einen Pullboy und einen Hüftgürtel als Schwimmhilfe. Manchmal kann man sich diese Materialien auch direkt beim Bademeister ausleihen. Handelsübliche Schmerzmittel können eingenommen werden, erleichtern sie doch die Bewegung.

Übungsprogramm:
1- 20 min Kraulschwimmen mit Pullboy (Beine bleiben passiv)
2- 20 min Kraulschwimmen mit Pullboy (mäßiger Beineinsatz)
3- 20 min Kraulschwimmen ohne Hilfsmittel (nur, wenn keine Schmerzen spürbar sind)
4- 20 min Rückenschwimmen, auch mit Beidarmtechnik (evt. mit Pullboy)
5- 20 min Wassertreten mit Hüftschwimmhilfe in tiefem Wasser
6- 30 min Unterwasserhartstrahlmassage in warmem Wasser. Der gesamte Rücken sollte dabei massiert werden.

Wieder zu Hause kann man den schmerzenden Bereich nochmals ein- bis zweimal pro Tag 15 Minuten mit Elektromassage massieren. Handelsübliche Tens-Geräte unter 100 Euro reichen vollkommen aus. Das Programm sollte bis zur Schmerzfreiheit täglich durchgeführt werden. Nach einer Woche sollte jedoch eine deutliche Besserung eingetreten sein. Ist das nicht der Fall, muss ein Arzt aufgesucht werden, um internistische Erkrankungen auszuschließen.

Leider kann das Programm nur von den Wenigsten konsequent ausgeführt werden, da nur ein kleiner Teil der Bevölkerung über die notwendigen technischen Fertigkeiten verfügt. Man könnte viel mehr in den Schulen machen, wenn die Verantwortlichen die Bedingungen dafür schaffen würden. Doch an immer mehr Schulen wird Schwimmen, aufgrund fehlender Infrastruktur, gar nicht mehr unterrichtet oder führt nur noch ein Schattendasein. Die Folgen für die Gesellschaft zahlen wir schon jetzt. Und die Kosten steigen ständig. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen in den Bildungs- Finanz- und Gesundheitsministerien in diesem Punkt einmal zusammensetzen und eine einfache Kosten- Nutzenanalyse aufstellen. Schnell würde auffallen, dass Mehrkosten eines verstärkten Schulschwimmunterrichts langfristig deutliche Einsparungen für das Gesundheitssystem bedeuten. Schwimmen muss nicht nur ein fester Bestandteil des Sportunterrichts sein, Schwimmen sollte ein Hauptbestandteil werden. Unsere moderne Lebensführung verlangt danach.

Rückenschmerzen - Teil I

ArneFrentzel (Sportlehrer)
 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Gesundheit - Medizin & Chirurgie:
Schluss mit Platzangst
Aktiv Herz und Kreislauf stärken
Kleiner Parasit, große Gefahr - Mit einer Zeckenschutzimpfung FSME vorbeugen
Pflegedienste aufgepasst - Datenaustausch in Bayern wird Pflicht
Eigencoaching in 21 Tagen!
Lachgassedierung zur Patientenberuhigung
High Heels fördern Krampfadern
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Erfolg durch neutralen DIN-Standard

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Rückenschmerzen Teil II - Trainingsprogramm”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.