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Rückblick auf Konjunktur und Finanzmärkte im April

Autor: wifikon | Erstellt am: 02.05.2010 | Gelesen: 497
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Der WifiKon-Newsletter beleuchtet die Entwicklung an den Finanzmärkten und der Konjunkturindikatoren im vergangenen Monat

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Liebe Wirtschafts- und Finanzmarktinteressierte,

ich begrüße Sie recht herzlich zur fünfzehnten Ausgabe meines Newsletters, der auf die Themen WIRTSCHAFT FINANZMARKT und KONJUNKTUR fokussiert ist.

Die Finanzmärkte befanden sich im Monat April auf einer regelrechten Achterbahnfahrt. Angesichts der Tatsache, dass die Marktteilnehmer auf die angespannte Haushaltslage mancher Euro-Länder fokussiert waren und zwischen Hoffen und Bangen schwankten, waren die Kursausschläge am Aktien-, Devisen- und Rentenmarkt ausgesprochen sprunghaft.

Nach wie vor stellt sich die Frage, wie es in den sogenannten PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) im Hinblick auf die desaströse Finanzlage weitergehen soll. Die Angst der Investoren vor einem Staatsbankrott Griechenlands kam allein schon dadurch zum Ausdruck, dass der Risikoaufschlag, der für griechische Staatsanleihen im Vergleich zum deutschen Pendant zu berappen ist, stetig zunahm. Der Spread der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe im Vergleich zur zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf ein Zwölf-Jahres-Hoch.

Am 28.April wurde die Rendite der zweijährigen griechischen Staatsanleihen auf unglaubliche 24 Prozent getrieben.

Aber richten wir den Blick nun mal auf die Entwicklungen bei DAX und Euro im April:

Der Deutsche Aktienindex DAX startete mit viel Schwung in den Monat April, fiel dann aber in erster Linie durch einen ausgeprägten Zickzackkurs auf, der sich bis weit in die zweite Monatshälfte hinein fortsetzte.

Der DAX schwankte im Monatsverlauf quasi permanent in einer Spanne von knapp 100 Punkten. Einerseits war das Aufwärtspotenzial oberhalb von 6.250 Punkten begrenzt, so dass mehrfach der Befreiungsschlag nach oben misslang. Andererseits fand der führende deutsche Aktienindex einige Male Unterstützung bei knapp über 6.150 Zählern. Im letzten Drittel des Monats führte die gestiegene Konjunkturzuversicht – trotz der zermürbenden Diskussionen über die Griechenland-Frage – zu einem Sprung über die 6.300er-Marke.

Nachdem sich der DAX im April lange auf einer Berg- und Talfahrt befand, konnte die positive Tendenz der Vormonate schließlich doch noch fortgesetzt werden (ehe das Monatsende wieder von Gewinnmitnahmen bestimmt wurde)

Zur Erinnerung:

  • Anfang 2009 dümpelte der DAX noch unter 4.000 Punkten
  • Das Niveau von über 6.300 Zählern war zuletzt im Sommer 2008 zu sehen

Fazit: Sollte die Zuversicht der Anleger im Hinblick auf die zukünftige Konjunkturentwicklung weiter anhalten und sich die Störfeuer (im Sinne der veröffentlichten Unternehmensdaten) weiter in Grenzen halten, so könnte der DAX seinen Aufwärtstrend in den kommenden Wochen weiter fortsetzen. Mit hoher Schwankungsanfälligkeit ist aber weiterhin zu rechnen.

Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich im April zwar ebenfalls sehr sprunghaft und nervös präsentiert, jedoch war hier das Gesamtbild deutlich von einer Schwächeneigung geprägt. Auffällig war dabei, dass jegliche Ausreißversuche nach oben immer wieder sehr schnell durch Gewinnmitnahmen zunichte gemacht wurden und sich im Anschluss der Abwärtssog verstärkte. Der Hauptbelastungsfaktor war über den ganzen Monat hinweg Griechenland und die umstrittenen Hilfsmaßnahmen aus der übrigen Euro-Region.

Die Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung zum Dollar im April im Überblick::

  • am 1.April wurde der EZB-Referenzkurs bei 1,3468 Dollar fixiert
  • am 14.April wurde der höchste Wert im April bei 1,3615 Dollar festgestellt
  • die zweite April-Hälfte war durch einen stetig zunehmenden Abwärtsdruck gekennzeichnet
  • der Euro rutschte in der Spitze bis auf unter 1,32 Dollar ab

Fazit: Die Sorgen um die finanzielle Stabilität mancher Euro-Länder (bzw. der drohende Staatsbankrott) haben dazu geführt, dass die Investoren dem Euro im April zusehends den Rücken kehrten und den Dollar wieder einmal als „sicheren Hafen" favorisierten. Für die kommenden Wochen ist damit zu rechnen, dass sich grundsätzlich nicht allzu viel an diesem Szenario ändern wird. Das Erholungspotenzial dürfte für die europäische Gemeinschaftswährung begrenzt bleiben.

Werfen wir nun aber mal einen Blick auf die konjunkturellen Entwicklungen im Monat April.

Im Einzelnen waren dies (in chronologischer Reihenfolge):

  • 8.April...die deutsche Produktion im Februar...
  • 8.April...der Zinsentscheid der EZB...
  • 15.April...die US-Daten mit unterschiedlichen Signalen...
  • 19.April...der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank...
  • 20.April...die ZEW-Konjunkturerwartungen im April...
  • 23.April...der Ifo-Geschäftsklimaindex im April...

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Thomas Krüger
thomas.krueger@wifikon.de

 
 
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