Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

'Rote Liste' wird immer länger - Meeressäuger besonders betroffen

Autor: karlowski | Erstellt am: 21.10.2008 | Gelesen: 1934
Kategorie: Energie - Klima & Umwelt | Bewertung: rateArateArateBrateBrateB
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Rund ein Viertel aller weltweit bekannten 5487 Säugetierarten gelten als vom Aussterben bedroht.

Rund ein Viertel aller weltweit bekannten 5487 Säugetierarten gelten als vom Aussterben bedroht. Dies ist die erschreckende Bilanz der der neuesten "Roten Liste", die die Weltnaturschutzunion (IUCN) auf ihrem Jahreskongress, dem 4. World Conservation Congress, Anfang Oktober 2008 in Barcelona vorstellte.

Rund 8.000 Teilnehmer debattierten über Nachhaltigkeit, Biodiversität, Artenschutz und Artentod. Darunter Regierungsmitglieder, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Geschäftsleute. Die auf dem Kongress vorgestellte aktualisierte "Rote Liste" der bedrohten Arten liefert ernüchternde Zahlen, besonders für Wale und Delfine, von denen weltweit mittlerweile rund ein Drittel vom Aussterben bedroht ist.

Hinter der neuen Fokussierung auf Säugetiere der "Roten Liste" verbirgt sich indes ein Naturschutz-Dilemma: Gefährdungsgrad und Artenschwund sind bei Insekten und anderen Kleinlebewesen - die oftmals wichtige Funktionen für das Funktionieren eines Ökosystems inne haben – zahlenmäßig erheblich größer als bei Säugetieren; die Öffentlichkeit ist aber vor allem dann zu sensibilisieren, wenn es um bekannte Arten wie Delfine, Wale oder Menschenaffen geht.

So ist denn wohl auch der Hinweis der IUCN zu verstehen, seit dem Jahr 1500 seien 76 Säugetierarten ausgestorben. Fast alle davon fielen Entdeckern und Eroberern oder der Gier nach Rohstoffen und nicht Lebensraumzerstörung oder Umweltverschmutzung zum Opfer. Wie die Stellersche Seekuh, von der das letzte Exemplar 1768 von Pelztierjägern bei der Beringinsel erschlagen worden sein soll oder der Atlantische Grauwal, der im 17. Jahrhundert erstes Artenopfer der Walfänger wurde.

Nicht so der Chinesische Flussdelfin oder Baiji, der es immerhin bis ins Jahr 2007 schaffte, und erst dann der massiven Verschmutzung seines Lebensraumes nicht mehr standhalten konnte. Bezeichnenderweise gilt der Baiji ausgerechtent seit dem mit großem Mediengewitter eingeläuteten "UN-Jahr des Delfins 2007" als ausgestorben. Weitere Meeressäuger-Kandidaten mit düsterer Zukunftsperspektive sind der heimische Ostsee-Schweinswal, die Mönchsrobbe, der Vaquita aus Mexiko, die etwa 100 vor Neuseeland lebenden nördlichen Hector-Delfine, die Nördlichen Glattwale oder das größte Lebewesen der Erde, der Blauwal.

Ulrich Karlowski
www.naturenews.de
 
 
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Meist gelesene Artikel in der Kategorie Energie - Klima & Umwelt:
Bedrohte Riesen: Walhaie
Raubbau der Meere: Langleinen-Fischerei
Welttag gegen Tierversuche - Nicht in Bremen
Wasser sparen im Alltag
Albatrosse - Gefährdete Nomaden der Lüfte
Haie: Gejagte Jäger
Der Klimawandel - Investmentwert Zukunft
Die Dosenpfandwelt des Sigmar Gabriel
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Energie - Klima & Umwelt:
Heizölpreis heute wieder günstiger
Gaspreisänderungen zu Herbstbeginn
Wie Sie jährlich bis zu 500 Euro bei der eigenen Stromrechnung sparen
Die Optigrün-Systemlösung
Rohölpreise heute Morgen weiter nachgiebig
Heizölpreis 30. August: Spürbarer Aufschlag zum Wochenstart
Ausstieg vom Atomausstieg? Nein Danke!
Öko-Weihnachtskarten sind Teil eines Nachhaltigkeitskonzepts

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “'Rote Liste' wird immer länger - Meeressäuger besonders betroffen”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.