LEIPZIG. (Ceto) Nach den deutlichen Verlusten von gestern haben sich die Rohölnotierungen im Frühhandel etwas fester gezeigt. Das Barrel US-Leichtöl kostete knapp 80 Dollar, Nordseeöl (Brent) lag bei 81,50 Dollar.
Am Vortag hatten beide Sorten Verluste von fast drei Dollar erlitten. Grund waren schwache Aktienmärkte sowie die Anhebung des chinesischen Leitzinses. Dadurch wachsen die Beschaffungskosten für Rohstoffe in China, was den Absatz verringern könnte. Die rasante Talfahrt der Ölpreise wurde in der Folge durch automatische Verkaufsorder beschleunigt, bis die Notierungen an Widerständen zurückprallten.
Des Weiteren, so Analysten, wirkt sich der französische Streik auf die europäischen Ölpreise aus. Er belebt die Nachfrage nach Rheinfrachten. Allerdings dürfte es nach Ende des Streiks wieder steil nach unten gehen, denn der Rohstoff Öl an sich ist nicht knapp. Wenn die mehreren Dutzend Öltanker, die derzeit auf See auf ihre Entladung warten, abgefertigt werden, kommt zu dem ohnehin hohen Ölangebot noch eine gute Menge hinzu.
Die hiesigen Heizölpreise dürften heute in der Summe moderat zurückgehen.
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.