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Rösler verteidigt einkommensunabhängige Gesundheitspauschale

Autor: unisterpr | Erstellt am: 08.12.2009 | Gelesen: 1291
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Warum der Gesundheitsminister auf massive Kritik stößt

Trotz scharfer Kritik und heftigen Widerstands von verschiedenen Seiten hält Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) an der beabsichtigten Gesundheitspauschale fest. Diese soll unabhängig vom Einkommen für die künftige Finanzierung des Gesundheitssystems erhoben werden. Politiker, welche die Pläne der Koalition als unsozial bezeichnen, laufen Sturm. Inwieweit die Meinungen hinsichtlich der Gesundheitspauschale auseinander gehen und wie Rösler sein Konzept verteidigt, berichtet das Versicherungsportal private-krankenversicherung.de.

Das Modell sorgt schon seit längerem für Furore. Sämtliche politische Parteien schalten sich in die Diskussion ein. Vor kurzem schimpften die Grünen, dass die Durchsetzung einer einheitlichen Pauschale einem Ausstieg aus dem Solidarsystem gleich käme. Gesundheit dürfe laut Ansicht von Birgit Hender nicht nur über zusätzliche Beiträge und Versicherungen finanziert werden. Den Vorwurf, dass sozial Schwächere zu Bittstellern werden müssten, um finanziell weniger belastet zu werden als ein Normalverdiener, wies der Gesundheitsminister zurück. Es sei entgegen der Annahme des Gesundheitsökonoms Jürgen Wasem kein Antrag zur Minderung der Pauschale nötig. Stattdessen würde ein "automatischer Sozialabgleich" erfolgen. In der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" bekräftigte Gesundheitsminister Rösler außerdem, dass die beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin bestehen bleibe.

Aus Sicht der neuen Regierung entlastet die künftige Gesundheitspauschale vor allem die Arbeitgeber, welche dadurch ihre Sozialabgaben senken können. Geringverdienende profitieren vom Sozialausgleich und der Wettbewerb der Krankenkassen geht in eine neue Runde. Noch ist die Prämie allerdings nicht eingeführt. Die FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger sieht auch die Möglichkeit, dass alles bleibt wie bisher. So wird es noch einiger parteiinterner Beratung bedürfen, bis es bei diesem Thema zu einer Einigung kommt. Weitere Informationen: news.private-krankenversicherung.de/politik/..

Kontakt:
Lisa Neumann
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