Risikolebensversicherungen
Bei
Risikolebensversicherungen handelt es sich um einen reinen Todesfallschutz, der dazu dient, Angehörige im Todesfall des Versicherungsnehmers abzusichern. Eine Sparleistung für den Erlebensfall, wie zum Beispiel bei einer kapitalbindenden Lebensversicherung gibt es hierbei nicht. Besonders wichtig ist eine Risikolebensversicherung, wenn man Kinder hat. Damit sind sie abgesichert, wenn einem der Elternteile etwas zustoßen sollte. Auch zur Absicherung des Partners bei hohen Krediten, zum Beispiel bei Immobilienfinanzierungen, ist diese Versicherung geeignet. Ebenso wichtig ist diese Versicherung, wenn Hinterbliebene nur minimale Rentenansprüche haben.
Die Preisunterschiede bei Risikolebensversicherungen sind sehr hoch. Ist der Versicherungsnehmer noch sehr jung und gesund, ist Nichtraucher und übt kein gefährliches Hobby aus, kostet die Absicherung sehr wenig. Bei einem unter 30-jährigen Mann, der diese Kriterien erfüllt liegt der Jahresbeitrag, bei einer Absicherung von 150.000 Euro und einer Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr, beim günstigsten Anbieter unter 200 Euro. Mit steigendem Eintrittsalter steigen die Jahresbeiträge entsprechend. Gefährliche Hobbys und Rauchen verteuern den Beitrag. Aufgrund der unterschiedlichen Lebenserwartungen von Rauchern und Nichtrauchern, verteuert sich der Beitrag bei Rauchern durch das höhere Sterberisiko. Oft sind dabei die Versicherungsbeiträge weit mehr als doppelt so hoch. Aber auch die Laufzeit der Versicherung wirkt sich auf die Beitragshöhe aus. Je länger der Vertrag läuft, desto höher der Versicherungsbeitrag. Da die Lebenserwartung der Frauen höher ist und ein geringeres Sterberisiko in jungen Jahren haben, kostet sie der Versicherungsschutz weniger.
Vor Vertragsabschluss müssen der Versicherungsgesellschaft einige Angaben gemacht werden, da sie, bevor sie einen Beitrag festlegen, das jeweilige Risiko möglichst genau einschätzen wollen. Neben dem Konsum von Nikotin und riskanten Hobbys wollen die Versicherungen auch Informationen zu Größe und Gewicht. Bereits Übergewicht lässt den Beitrag wegen des höheren Risikos entsprechend steigen. Risikozuschläge können aber auch während der Vertragslaufzeit wegfallen. Kann ein besserer gesundheitlicher Zustand durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden, reduzieren viele Versicherer den Mehrbetrag. Handelt es sich um besonders hohe Versicherungssummen, verlangen die Versicherungsunternehmen ein ärztliches Gutachten, bevor es zu einem Vertragsabschluss kommt. Das Gutachten bildet die Basis für die Entscheidung, ob der Kunde angenommen wird und wie hoch sein Beitrag ausfällt. Die Versicherungssumme bei
Risikolebensversicherungen ist frei wählbar.
Autor: Marco Günther