Sicher Schweißen
Ein Schweißvorgang ist das Eingehen einer untrennbaren Verbindung verschiedener Bauteile mithilfe von Hitze oder Druck. Die am häufigsten durch Schweißen miteinander verbunden Werkstoffe sind Metalle, Thermoplasten und Glas. Die dazu benötigte Energie wird von außen zugeführt, und es entwickeln sich hohe Temperaturen. Als Energiequellen benutzt man unterschiedliche Brenngase mit Luft oder Sauerstoff sowie Strom im Falle de Lichtbogens.
Schutz beim Schweißvorgang
Der Schweißvorgang ist nicht ungefährlich, und um sich vor Verbrennungen, Funkenflug und Schlackenspritzer zu schützen, ist eine schwerentflammbare Ausrüstung notwendig. Zusätzlich muss die Bekleidung auch vor der von Flamme oder Lichtbogen ausgehenden Strahlung isolieren. Man darf nicht vergessen, dass beim Lichtbogenschweißen eine starke optische Strahlung entsteht, ähnlich der der Sonne. Ist der Schutz nicht ausreichend, kann es zu Verbrennungen der Haut, und besonders auch der Augen kommen, die zu irreparablen Schäden führen können. Eine geeignete Kleidung sieht Lederschürzen, Anzüge, Handschuhe und Gamaschen vor. Eine Schutzbrille oder ein Handschutzschild beschützt das Gesicht und somit auch die empfindlichen Augen und runden so das Paket der Ausstattung ab. Selbst benachbarte Arbeitsplätze sollten durch spezielle lichtdurchlässige Vorhänge abgeschirmt und geschützt werden. Dadurch wird auch das Verwehen der Gase geringer und ein Absaugen ist leichter möglich.
Für den Gesichts- und vor allem den Augenschutz ist eine spezielle Sorgfalt notwendig. Meist finden heutzutage passive Filterscheiben in den Schutzhelmen und Schutzbrillen sowie in Kopf- und Handschutzschilden Anwendung. Es handelt sich je nach Schweißverfahren um unterschiedlich getönte Gläser.
Passive Filter sind kostengünstig. Jedoch kann man das Schweißgerät nur im Dunkeln an das Werkstück setzten und schafft somit Fehlerquellen. Automatische Filter dagegen verdunkeln innerhalb von Bruchteile einer Sekunde nach dem Zünden des Lichtbogens und schützen so während des kompletten Schweißvorgangs. Der Helm oder das Schild müssen nicht mehr hochgeklappt oder abgenommen werden. Beide Hände stehen für den gesamten Schweißvorgang zur Verfügung. Den Modus des Abdunkelns für das jeweilige Schweißverfahren kann man selbst einstellen.
Ist der Vorgang beendet, öffnet sich der Filter mit einer geringen Zeitverzögerung, damit ein eventuelles Nachglühen keinen Schaden mehr anrichten kann.
icherheit zu gewähren legt die Norm DIN EN 378 Anforderungen an die optische Güteklasse fest. Die Qualität wird dann mit Zahlen von1 bis 3 bewertet. Ein Filter, der die Bewertung 1-1-1 erhält, wird den höchsten Anforderungen gerecht. Die Bewertung muss auf jedem Filter verzeichnet sein.