Hecke schneiden
Hecken sind nach wie vor sehr beliebt, um Grundstücke damit einzufassen oder sich vor neugierigen Blicken des Nachbarn zu schützen. Aber es ist nicht damit getan, Hecken zu pflanzen und das war´s. Behördliche Auflagen, gerade an Gehwegen und die Gesundheit sowie das Wachstum der Hecken erfordern das Schneiden der Hecken.
Wenn eine Hecke als Eingrenzung eines Grundstückes dient und sich direkt an einem Gehweg befindet, dann ist es Aufgabe des Grundstückeigentümers, die Hecke regelmäßig so zu schneiden, dass keine Äste gefährlich herausragen und den Durchgang behindern. Wer gegen diese städtischen Auflagen verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Gerade in der Sommerzeit wachsen Hecken sehr schnell. Hier ist dann ein regelmäßiges Nachschneiden erforderlich. Aber auch zur Pflege und Förderung des Wachstums ist der Heckenschnitt wichtig.
Wenn die Hecken jung gepflanzt werden, sind sie gerade in den ersten zwei Jahren mehrmals zu schneiden, damit sie dicht wachsen können. Danach sollten die Triebe, bei einer Höhe von bis zu 15 Zentimeter, wieder auf zwei Zentimeter gekürzt werden, um die Dichte zu erhalten. Sinnvoll ist dabei der Einsatz einer elektrischen Heckenschere.
Hat die Hecke dann eine Höhe von ca. einem Meter erreicht, wird in der so genannten „Trapezform" geschnitten, d.h. die Hecke läuft nach oben hin schmäler aus. So bekommen die unteren Triebe genügend Licht. Damit diese Form auch gelingt, hilft es, eine Schnur zu spannen. Bei einer konstanten Höhe sollte die Hecke alle fünf bis sieben Jahre durch einen Reduktionsschnitt, um 20 bis 30 cm, verjüngt werden. Ein milder Tag im Winter, ohne Frost, eignet sich hierzu sehr gut. So können die Hecken im Frühjahr wider neu austreiben. Allerdings ist hier darauf zu achten, ob es sich um Frühblüher handelt, denn diese werden nur im Sommer nach der Blüte zurück geschnitten. Bei Hecken, die kein gutes Wachstum mehr zeigen, zum Beispiel durch ständig falsches Schneiden, ist ein Reduktionsschnitt ebenfalls angebracht. Dazu werden die Hecken ca. 30 cm über dem Boden gekappt, damit wieder Luft entsteht und die Hecke sich erholen kann.
Auch das richtige Werkzeug ist beim Heckenschnitt wichtig. Eine professionelle Heckenschere ist hier angeraten. Der Markt bietet eine Reihe von Modellen: Akku-Heckenschere,
elektrische Heckenscheren oder Scheren, die mit Verbrennungsmotor betrieben werden. Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Die Schnittleistung ist sehr wichtig, um auch ordentliche Ergebnisse zu erzielen und die Hecken nicht zu verletzen. Auch die Sicherheit für die eigene Person spielt bei der Anwendung einer Heckenschere eine Rolle. Das Kabel sollte immer so platziert sein, dass es nicht versehentlich durchgeschnitten werden kann, Arbeitshandschuhe und eine Schutzbrille sind ebenfalls wichtig.
Christian Nielsen
Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de