Kredit-und-finanzen.de berichtet: Bereits vor mehreren Wochen sprachen Vertreter der drei größten US-Automobilkonzerne Chrysler, Ford und General Motors bei der US-Regierung vor. Sie meldeten kurzfristigen Finanzbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe an, um wenigstens die nächsten Monate überleben zu können.
Diese als Sofortkredite vorgesehenen Hilfen sind nun am Widerstand der US-Republikaner im Senat gescheitert. Besonders Chrysler und General Motors hatten betont, ohne staatliche Unterstützung innerhalb weniger Monate vor dem Aus zu stehen.
Ursprünglich wurden in ersten Treffen Soforthilfen in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar ausgehandelt, welche zwar nur einem Bruchteil der von den Autobauern benötigten 34 Milliarden US-Dollar entsprachen, aber wenigstens ausreichen sollten, die Zeit bis Ende März 2009 zu überbrücken.
Als direkte Reaktion auf das Scheitern des Rettungspaketes hat Chrysler Gerüchten zufolge bereits eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung von Maßnahmen zur Beantragung einer Insolvenz nach Chapter 11 konsultiert und auch General Motors hat bereits Anwälte und Finanzberater ausgesucht, um eine im Raum stehende Insolvenz vorzubereiten.
Angesichts der Beschäftigtenzahlen der drei Firmen kann man nur erahnen, welche Lawine eine Insolvenz auslösen würde. Alleine bei den Autobauern arbeiten mehr als 250.000 Menschen, von der Zulieferindustrie einmal gar nicht erst zu sprechen.
Fakt ist jedoch auch, dass ein Konkurs für keines der betroffenen Unternehmen eine praktikable Lösung sei. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Konzerne ihre Geschäftsfelder umstrukturieren werden. Dass dies mit Arbeitsplatzabbau und damit auch Stellenverlust verbunden sein wird, bezweifelt niemand.
Daniel Franke